Medienreaktionen zum deutschen 1:1 gegen Spanien

Internationale Medienreaktionen zum 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in ihrem zweiten Spiel bei der WM in Katar gegen Spanien.
Bundestrainer Hansi Flick (r) umarmt nach dem Spiel Leon Goretzka. © Federico Gambarini/dpa

Spanien:

«Mundo Deportivo»: «Das Spiel gegen Deutschland bestätigte jedoch, dass der Generationswechsel bereits Realität ist. Trotz ihrer Jugend ist La Roja bereit, sich mit jedem zu messen. Die Mannschaft von Luis Enrique reift weiter, nun auch gegen einen erfahrenen Weltmeister, der erst reagierte, als er in Rückstand geriet.»

«El País»: «Zwei Einwechselspieler waren die Torschützen in einem sehr umkämpften Spiel, einem Duell mit viel Spannung bis zum Schluss, mit einem lockeren Deutschland in der Schlussphase, mit mehr Schlägen für Unai als für Neuer.»

Schweiz:

«Blick»: «Joker Füllkrug bewahrt DFB-Elf vor nächstem Dämpfer. Der Beste: Na wenn einer so reinkommt, Deutschland in einer äußerst heiklen Situation, 0:1 hinten, und dann vor dem Tor so dezidiert und eiskalt bleibt, verdient er diese Auszeichnung gewiss: Niclas Füllkrug!»

«Tages-Anzeiger»: «Deutschland schleudert ins Turnier zurück»

Österreich:

«Krone»: «WM-Chance lebt. Füllkrug rettet Deutschland Punkt gegen Spanien»

«Kurier»: «Totgesagte leben länger. Eine alte Weisheit, die sich im Fall der Deutschen bei dieser WM bewahrheiten könnte.»

Großbritannien:

«The Telegraph»: «Niclas Füllkrug war erst seit zwölf Tagen deutscher Nationalspieler und in der letzten Saison nicht einmal in der Ersten Liga, aber als eine große Fußballnation nach einer Art Retter suchte, war die Zeit für den 29-jährigen Stürmer endlich gekommen.»

«The Sun»: «Superjoker Füllkrug hält Deutschlands WM-Hoffnungen am Leben. An einem Abend, an dem wir erwartet hatten, den Deutschen zum «Auf Wiedersehen» zu winken, haben sie einfach ihre uralte Widerstandsfähigkeit gezeigt.»

«Daily Mirror»: «Deutschlands WM-Hoffnungen hängen trotz des beherzten Unentschiedens am seidenen Faden.»

«The Guardian»: «Es stellt sich heraus, dass Deutschland doch noch eine Nummer 9 hat. Ihr Name ist Niclas Füllkrug, er ist 29, seine internationale Karriere dauert weniger als einen Monat. Und als es am meisten zählte, war er zur Stelle.»

«The Independent»: «Ein Unentschieden, das vermutlich zeigt, warum das aufblühende Spanien nicht diese WM gewinnen wird, und warum Deutschland nicht ausscheidet. Es ist so ein schmaler Grat.»

«The Times»: «Niclas Füllkrug, der Killer mit der Zahnlücke, holt Deutschland aus einem tiefen Loch in Katar.»

Niederlande:

«AD»: «Komplette Spannung in der Gruppe E nach spektakulärem Unentschieden zwischen Spanien und Deutschland: Deutschland bibbert und betet, aber ist nach dem 1:1 gegen Spanien immer noch nicht ausgeschieden. Ein Punkt aus zwei Spielen, aber es kann noch klappen. Füllkrug gab Deutschland mit seinem Treffer auf jeden Fall die Farbe auf die Wangen zurück. Letzter in der Gruppe, aber noch lange nicht chancenlos. Es ist alles möglich in dieser Gruppe.»

«De Telegraaf»: «Deutschland lebt noch bei der WM nach später Rettung gegen Spanien. Dass Deutschland als Letztes gegen Costa Rica spielt, scheint das Rettungsboot für unsere östlichen Nachbarn zu werden. Die Mannschaft hat bislang noch nicht viel Eindruck hinterlassen bei dieser WM.»

«Voetbal International»: «Deutschland ist mit dem Schrecken davongekommen in der Auseinandersetzung mit Spanien. Die Deutschen gewannen auch im zweiten Gruppenspiel nicht, aber dank Niclas Füllkrug sieht die Ausgangsposition, so verrückt es klingt, noch nicht so schlecht aus. Ein herrliches Fußballspiel endete in einem Unentschieden.»

Frankreich:

«L'Équipe»: «Wer ist Niclas Füllkrug, der Angreifer von Werder Bremen, Torschütze gegen Spanien? Die Überraschung auf der Liste von Hans-Dieter Flick für die WM in Katar, Niclas Füllkrug, Stürmer von Werder Bremen, bringt frischen Wind durch seine Persönlichkeit in die deutsche Auswahl. Sein Tor am Sonntagabend rettet Deutschland vor dem Desaster.»

USA:

«New York Times»: «Deutschland ist der Dunkelheit entgegengetreten. Nun, nach einer angespannten und tristen Woche hat es wieder einmal Hoffnung.»

«Washington Post»: «Mit einem großen «Uff!» aus unerwarteter Quelle kurz vor Torschluss hat Deutschland seine Chancen vergrößert auf etwas, das seltener als selten ist in seiner hochdekorierten WM-Geschichte. Es kann noch immer aus der Gruft klettern kurz bevor der Deckel schließt (...) Wenn es Costa Rica nicht besiegen kann oder Japan gegen Spanien gewinnt, wäre Deutschland zum zweiten Mal in Serie in der Gruppenphase einer WM ausgeschieden, etwas Undenkbares bei einem Vermächtnis mit vier Titeln, vier zweiten Plätzen und drei dritten Plätzen.»

Italien:

«La Repubblica»: «Unter den Gesetzen der Fußball-Weltmeisterschaft gibt es allen voran einen bewährten Klassiker: Gib Deutschland niemals auf.»

«Corriere dello Sport»: «Füllkrug rettet Deutschland.»

© dpa
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