DFB-Abflug nach Wembley: Bierhoff schwelgt in Erinnerungen

Das DFB-Team trifft in der Nations League im Londoner Wembley-Stadion auf England. Einer hat an den Fußball-Tempel ganz besondere Erinnerungen.
Das Scheitern im Vorjahr ist für Bierhoff schon Fußball-Geschichte. © Sebastian Gollnow/dpa

Oliver Bierhoff hat mittlerweile ein ganzes Sammelsurium an Wembley-Erinnerungen. Sein legendäres Golden Goal zum 2:1-Triumph im EM-Finale 1996 gegen Tschechien überstrahlt natürlich immer noch alles.

Doch bei der erneuten Rückkehr in den Fußball-Tempel für das letzte Gruppenspiel am Montag (20.45 Uhr/RTL) in der Nations League gegen England ist auch noch eine Rechnung offen.

«Es ist immer noch so, dass es eine spezielle Erfahrung, eine spezielle Atmosphäre ist, mit der Nationalmannschaft nach London zurückzukehren», sagte der DFB-Sportdirektor. Im Juni 2021 schied die DFB-Elf im EM-Achtelfinale mit 0:2 gegen die Three Lions aus. Die Ära von Bundestrainer Joachim Löw war zu Ende. «Leider ist die jüngste Erinnerung an die EM im letzten Jahr nicht gut. Die würden wir gerne vergessen machen», sagte Bierhoff.

Doch auch das Scheitern im Vorjahr ist für Bierhoff letztlich schon Fußball-Geschichte. Die deutsche 0:1-Niederlage gegen Ungarn und das englische 0:1 in Italien am Freitagabend, das den Abstieg der Auswahl von Trainer Gareth Southgate in die B-Liga besiegelte, machen das Aufeinandertreffen zu einem Duell der Frustrierten. Und das acht Wochen vor dem WM-Anpfiff in Katar. «Für beide Mannschaften kann das nach den Niederlage wichtig sein», hob Bierhoff die Bedeutung hervor. Weltmeister wollen am 18. Dezember in Doha schließlich beide werden.

London für Musiala ein «zweites Zuhause»

Die Vorbereitung in London hält Bundestrainer Hansi Flick knapp. Heute (10.30 Uhr) findet das Abschlusstraining noch in der Arena in Leipzig statt. Erst am späten Nachmittag geht es nach London. Dort werden Flick und Jamal Musiala am Abend (19.30 Uhr) bei der Pressekonferenz Fragen zum Wembley-Klassiker beantworten.

Für Musiala ist die Partie etwas Besonderes. Er wuchs in London auf, hätte auch für Englands Nationalteam spielen können. England ist sein «zweites Zuhause». Gegen Ungarn kam der 19-Jährige erst in der Schlussphase. Gegen England dürfte der Bayern-Profi von Beginn an spielen. Anders als beim EM-Aus vor gut einem Jahr. Erst in der Nachspielzeit schickte Löw den Hochtalentierten damals aufs Feld. Flick hat nun andere Pläne.

© dpa
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