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«Interessant», «machbar»: Reaktionen zur EM-Auslosung

Die Vorrundengruppen für die Fußball-EM in Deutschland stehen fest. Die Meinung über die deutschen Gegner Schottland, Schweiz und Ungarn ist beinahe einhellig unter den Experten und Prominenten.
Bernd Neuendorf
«Ich freue mich insbesondere auf das Eröffnungsspiel gegen die Schotten», sagt DFB-Präsident Bernd Neuendorf. © Christian Charisius/dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft bei der Heim-EM 2024 in der Gruppe A auf Schottland, Ungarn und die Schweiz. Die Reaktionen zur Auslosung:

Julian Nagelsmann (Bundestrainer): «Das ist eine sehr interessante Gruppe, vor allem das Eröffnungsspiel gegen Schottland. Das ist natürlich emotional, die haben tolle Fans. Ich glaube, das ist ein schöner Auftakt in München. Ungarn und die Schweiz haben einige Bundesligaspieler, auch einige, die ich selbst trainiert habe. Das sind, glaube ich, spannende Duelle. Emotionen wollen wir dann rauslassen, wenn die Spiele beginnen. Nicht vorher zu viel palavern. Wir haben einen Weg zu gehen, den wir gehen wollen. Das ist eine interessante Gruppe, in der wir uns natürlich durchsetzen wollen. Das ist keine Todesgruppe, aber es gibt keine wirklich schlechten Gegner.»

Rudi Völler (DFB-Sportdirektor): «Ich bin ehrlich: Natürlich gab es eine Konstellation in Topf 3 und 4 mit Holland und Italien, wenn du mit denen in die Gruppe kommst, ist das natürlich eine sogenannte Hammer- oder Todesgruppe, aber das ist uns erspart geblieben. Aber auch die drei, die jetzt bei uns sind, die haben eine richtig gute Qualifikation gespielt. Wir sind nicht in der Situation, dass wir irgendwelche Gegner nicht respektieren oder auf die leichte Schulter nehmen, diese Zeiten sind vorbei.»

Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): «Eine super attraktive Gruppe, tolle Spiele, ich freue mich insbesondere auf das Eröffnungsspiel gegen die Schotten. Ich glaube, das wird großartig. Wir kennen die schottischen Fans, die sind fröhlich, friedlich, sie feiern - das als Eröffnungsspiel ist wirklich super.»

Philipp Lahm (EM-OK-Chef): «Ich würde sagen, die Vorfreude ist noch größer geworden, weil es einfach greifbarer geworden ist. Für mich, aber auch für die Fans und alle Host Citys. Es war einfach ein wichtiger Tag heute. Wer spielt gegen wen, wer kommt in welche Stadt?»

Murat Yakin (Nationaltrainer Schweiz): «Einerseits freue ich mich für unsere Fans und auch Spieler, die auch zahlreich in der Bundesliga gespielt haben. Es ist eine tolle Gruppe, sehr herausfordernd. Die Favoritenrolle hat sicher Deutschland, man muss nicht auf die Testspiele schauen. Wir kennen es ja, dass Deutschland eine Turniermannschaft ist und dass sie sich sicher steigern wird. Wenn alle gesund sind, bin ich davon überzeugt, dass Deutschland sicher bis zur EM eine gute Mannschaft hinstellen kann.»

Michael Ballack (Ex-Nationalspieler): «Wir als Gastgeber können durchaus zufrieden sein. Es ist keine Todesgruppe, es ist eine attraktive Gruppe mit einer guten Mischung. Vom fußballerischen Anspruch kommt da etwas auf uns zu. Aber mit dem Heimvorteil und der richtigen Einstellung und der richtigen Analyse zu diesen Mannschaften sollten wir uns schon durchsetzen können.»

Dennis Aogo (Ex-Nationalspieler): «Ich finde, das ist eine machbare Gruppe auf jeden Fall. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir auch mit einem guten Gefühl in das nächste Jahr gehen, auch stimmungstechnisch für das ganze Land.»

Heribert Bruchhagen (ehemaliger Manager): «Da auch der Dritte in der Gruppe weiterkommt - das ist ja eigentlich ein Witz -, bin ich mir sicher, dass wir ein gutes Los gezogen haben.»

Marcell Jansen (HSV-Präsident und Ex-Nationalspieler): «Ich bin ehrlich, ich hätte mir eine Krachergruppe lieber gewünscht gleich von Anfang an. (...) Wenn du eine starke Gruppe hast, dann sind die Erwartungen nicht so hoch. Das ist meiner Meinung nach eine große Chance. (...) Ich glaube an die Mannschaft und dass sie das in der Gruppe gut machen wird.»

Stefan Effenberg bei t-online (Ex-Nationalspieler): «Wenn sich die DFB-Elf so präsentiert wie zuletzt, dann ist die Gruppe sehr, sehr schwer. (...) Wenn Julian Nagelsmann und die Spieler aber aus ihren Fehlern aus den Spielen gegen die Türkei und Österreich gelernt haben und sich im neuen Jahr auch dementsprechend präsentieren, dann sind Schottland, Ungarn und die Schweiz machbar.»

© dpa
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