Flick muss Fokus justieren: «Jeder muss an sich arbeiten»

20.03.2022 Vor dem Jahresstart des DFB-Teams muss Hansi Flick viele Themen im Blick haben, sportliche wie politische. Den Fokus richtet der Bundestrainer natürlich auf sein großes Ziel aus - die WM in Katar.

Bundestrainer Hansi Flick (l) und Kai Havertz beim Training. © Tom Weller/dpa

Hansi Flick macht den Anfang. Schon vor seinem Trainerstab und der Anreise der von ihm ausgewählten Katar-Kandidaten um Neuling Anton Stach und Rückkehrer Julian Weigl wollte der Bundestrainer als Erster im Teamhotel in Gravenbruch bei Frankfurt aufschlagen.

Noch zu Zeiten von Teamchef Rudi Völler Anfang des Jahrtausends residierte dort regelmäßig die Fußball-Nationalmannschaft. Eine gute Vorbereitung ist alles für Flick beim Start ins WM-Jahr 2022 mit dem Testspiel am 26. März in Sinsheim gegen Israel und dem Klassiker gegen die Niederlande drei Tage später in Amsterdam als erste Bewährungsproben. Besonders das Oranje-Duell mit Trainer Louis van Gaal findet Flick richtig reizvoll. Alles ist natürlich dem Turnierhöhepunkt in acht Monaten am Arabischen Golf untergeordnet.

Flick: «Stabilität reinbekommen»

«Das ist für uns ein Ziel, dass wir Stabilität reinbekommen. Jeder Spieler muss an sich arbeiten, nicht nur taktisch, sondern auch physisch», beschrieb Flick einen Themenschwerpunkt nach der Zusammenkunft seines wegen mehrerer Absagen auf mehreren Positionen veränderten Kaders am Montagabend.

Einen weiteren Akteur musste Flick streichen: Karim Adeyemi (20) von Red Bull Salzburg verpasst den DFB-Jahresauftakt wegen seiner Muskelprobleme im Oberschenkel. Eine Nachnominierung sei nicht geplant, hieß es vom DFB.

Flick weiß, dass es derzeit viele Ablenkungen gibt. Der Krieg in der Ukraine beschäftigt auch den Bundestrainer sehr. «Es ist nicht so einfach, hier zu sitzen und die Erwartungen zu spüren, die alle haben, wenn man die Bilder sieht, die aus der Ukraine zugespielt werden», erläuterte der 57-Jährige die Schwierigkeiten, den Fokus auf die Nebensache Fußball zu legen. Die Länderspiele bezeichnete Flick als «Ablenkung» für «alle Menschen, die sich Sorgen machen, was noch passiert in der Zukunft».

Beim DFB-Team wird weiter getestet werden

Die Debatte um den umstrittenen WM-Gastgeber Katar hat angesichts des Weltgeschehens dabei sogar an Brisanz verloren. Doch Corona ist immer noch nicht vorbei. Beim DFB-Team soll weiter stringent getestet werden, um mögliche Infektionen wie vor den November-Länderspielen gegen Liechtenstein (9:0) und in Armenien (4:1) schnell zu erkennen.

«Wir haben gesehen, wie schnell sich der Kader reduziert», erinnerte Flick an die unangenehmen Tage zuletzt in Wolfsburg. Deswegen hat er diesmal mindestens 25 Spieler dabei - plus möglicherweise Adeyemi. Da fixe Größen wie Leon Goretzka, Niklas Süle, Marco Reus, Robin Gosens, Jonas Hofmann oder Jungstar Florian Wirtz wegen Verletzungen oder Trainingsrückstand fehlen, kommen neben Benfica-Profi Weigl auch Benjamin Henrichs oder Robin Koch zum DFB-Comeback. Auch Rio-Weltmeister Julian Draxler darf noch einmal vorspielen.

© dpa

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