Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Tabea Kemme: DFB schaut zu wenig über Tellerrand

Bei den deutschen Fußballerinnen herrscht weiter Ungewissheit, wer sie nach Horst Hrubesch trainiert. Der Verband agiert aus Sicht einer Ex-Spielerin zu langsam.
Tabea Kemme
Ex-Nationalspielerin Tabea Kemme kritisiert den DFB. © Christoph Schmidt/dpa

Die frühere Nationalspielerin Tabea Kemme hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit Blick auf die Suche nach einem neuen Coach für das Frauen-Nationalteam fehlenden Mut und zu wenig Weitsicht vorgeworfen.

«Der DFB ist langsam unterwegs - und hat in meinen Augen auch schon verschlafen, sich auf dem internationalen Trainer- und Trainerinnenmarkt umzuschauen», schrieb die Rio-Olympiasiegerin zu Weihnachten in einer Kolumne für das Nachrichtenportal «t-online».

«Es wäre wichtig, dass man beim DFB den Mut zeigt, sich auf jemanden einzulassen, der eine neue, frische Perspektive aus dem Ausland einbringt. Damit steht und fällt die Zukunft», meinte die 32-Jährige. Als Interims-Nachfolger für Martina Voss-Tecklenburg ist Horst Hrubesch derzeit im Amt, der 72-Jährige soll das Team zu Olympia nach Paris führen.

Blick ins Ausland wagen

Leider habe die Vergangenheit gezeigt, dass der Verband «immer wieder auf die alten, gleichen Kandidaten zurückgreift. Ich habe das Gefühl, dass der DFB zu wenig über den Tellerrand schaut», meinte Kemme.

So seien die Engländerin Emma Hayes, Jonatan Giráldez vom FC Barcelona und Joe Montemurro, aktuell bei Juventus Turin unter Vertrag, hoch spannende Personalien, aber zum Teil nun nicht mehr verfügbar. «Das sind alles Topleute aus dem Ausland, beim DFB sehe ich immer die gleichen Leute, die zudem das eigene System durchlaufen haben», kritisierte die 32-jährige Kemme.

Die neue Direktorin für Frauenfußball, Nia Künzer, sei eine, die «die nötige Führungskompetenz mitbringt. Diese enorm wichtige Position im Frauenfußball bekommt mit ihr endlich ein Gesicht», erklärte Kemme. Es sei ihr «zu wünschen, dass sie auch die Unterstützung bekommt, um die dicken Bretter zu bohren, die sie bohren müssen wird».

Künzer werde beim Verband aber eine Menge Gegenwind erwarten. «Klar ist, dass die männlichen Führungspersönlichkeiten beim DFB nach wie vor veraltete Bilder skizzieren und einer Frau in hochrangiger Funktion weniger offen gegenüberstehen», meinte Kemme.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Emma Thompson
People news
Eine Britin von nebenan: Emma Thompson wird 65
Hesham Hamra
Musik news
Syrischer Musiker vertont Geschichte seiner Flucht
Isabel Allende
Kultur
Isabel Allende und die verletzten Kinderseelen
Netflix
Internet news & surftipps
Netflix erhöht Preise in Deutschland
Frau am Telefon
Das beste netz deutschlands
So schützen Sie sich vor Betrugsmaschen am Telefon
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
Handy ratgeber & tests
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
Florian Wirtz und Xabi Alonso
Fußball news
Die Gesichter der Traumsaison von Bayer Leverkusen
Büro: Frau schaut nachdenklich auf telefonierenden Mann
Job & geld
Wettbewerb ohne Verlierer: Konkurrenz richtig nutzen