Mexiko nach WM-K.o. unter Schock

Ein Tor fehlt tief enttäuschten Mexikanern zum Einzug ins WM-Achtelfinale. Coach Martino verkündet seinen Abschied. In die Wut und Trauer mischt sich der Wille, es in vier Jahren besser zu machen.
Mexikos Hector Moreno (M) und Torhüter Alfredo Talavera umarmen sich nach dem Spiel gegen Saudi-Arabien. © Ricardo Mazalan/AP/dpa

Edson Álvarez und Luis Chávez vergossen nach Mexikos ersten WM-Vorrunden-Aus seit 1978 vor laufenden Fernsehkameras Tränen, Trainer Gerardo Martino erklärte sich wenig später zum Alleinschuldigen. «Ich übernehme alle Verantwortung für dieses Scheitern», sagte der sichtlich enttäuschte Martino.

Álvarez rang direkt nach dem 2:1 gegen Saudi-Arabien, das nicht zum Weiterkommen reichte, um eine Erklärung. «Es ist ein harter Schlag, es gibt keine Worte dafür», sagte der Mittelfeldspieler. Nur ein Tor hätte für den Einzug ins Achtelfinale gefehlt. Dort steht nun Polen trotz eines 0:2 gegen Argentinien.

«Wir gehen traurig, aber stolz»

Die Aufarbeitung des mexikanischen WM-Debakels muss ohne Coach Martino erfolgen, der seinen Abschied ankündigte. «Ich bin der Hauptverantwortliche für diesen Frust und diese Enttäuschung. Das macht mich sehr traurig», sagte der 60-Jährige, dessen Vertrag ausläuft. «Wir werden sehen, wie es weitergeht und wer die Mannschaft verlassen muss», sagte Chávez. Zumindest Guillermo Ochoa und Andres Guardado, die in Katar ihre fünfte WM spielten, dürften künftig nicht mehr dabei sein. «Wir gehen traurig, aber stolz», sagte Ochoa.

Martino stand in Mexiko zuletzt heftig in der Kritik, auch der frühe WM-K.o. wurde nun vor allem ihm angelastet. «Er hat kein Vermächtnis hinterlassen. Er konnte mit dem Paket Mexiko nicht umgehen», urteilte der TV-Sender «Azteca Deportes» nach der dreijährigen Amtszeit des Argentiniers. Sein größter Erfolg war der Gewinn des Gold Cups 2019. «Wir haben gegen Argentinien nicht wirklich verstanden, was er von uns sehen wollte», sagte Chávez.

«Wir haben nicht genug getan»

Bei den vergangenen sieben WM-Turnieren war Mexiko stets im Achtelfinale ausgeschieden, nun reichte es nicht einmal dafür. «Wir wissen natürlich, dass das nicht passieren darf», sagte Chávez. «Wir hatten uns das fünfte Spiel zum Ziel gesetzt, jetzt haben wir es nicht einmal bis ins vierte Spiel geschafft.» Vor allem die schwache Leistung in den ersten beiden Partien, als beim 0:0 gegen Polen und beim 0:2 gegen Argentinien nicht mal ein Tor gelang, brachte das Team am Ende um das Weiterkommen. «Wir haben nicht genug getan», klagte Chávez.

Für den Neuaufbau nach der großen Enttäuschung dürfte El Tri aber nicht die schlechtesten Voraussetzungen haben. In Katar waren die Lateinamerikaner mit einem jungen Team aus zahlreichen Bronze-Gewinnern von den Olympischen Spielen 2021 angetreten. «Im Fußball gibt es Rache und wir werden sehen, was in vier Jahren passiert», kündigte Chávez an.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Borussia Dortmund: «Neues Jahr, neues Glück»: Adeyemi erleichtert
Internet news & surftipps
Technologie: KI-Hype um ChatGPT: «System kaum kritisch reflektiert»
Tv & kino
IBES 2023: Unerwartete Königin: Djamila Rowe gewinnt das Dschungelcamp
Tv & kino
Saarland: Rührende Freude bei Filmfestival Max Ophüls Preis
People news
Niederländisches Königshaus : Oranje-Prinzessin Amalia in der Karibik
Das beste netz deutschlands
Featured: DeepL Write: So nutzt Du die KI-Schreibhilfe für Texte
Das beste netz deutschlands
Featured: Chat GPT: So nutzt Du den KI-Bot von OpenAI
Reise
Flüge verspätet und gestrichen: Streik am Düsseldorfer Airport: Diese Rechte haben Reisende
Empfehlungen der Redaktion
Wm gruppe c
Fußball-WM: Mexiko gewinnt gegen Saudi-Arabien - und beide fliegen raus
Wm gruppe c
Turnier in Katar: Mexikos Keeper-Legende Ochoa will junges Team bei WM führen
Wm gruppe c
WM-Gruppe C: Mexikos Guardado fehlt verletzt gegen Saudi-Arabien
Wm gruppe c
Fußball-WM: Argentinier Martino: Werde alles geben, damit Mexiko gewinnt
Wm gruppe c
Fußball-WM: Mexikos Guardado fit fürs Gruppenfinale: «Glauben an Chance»
Wm gruppe c
Fußball-WM in Katar: Martino hört als Nationaltrainer Mexikos auf
Fußball news
WM in Katar: Das bringt der Tag bei der Fußball-WM
Wm gruppe c
Fußball-WM: Messi rettet Argentinien: Sieg gegen Mexiko