Präsident besucht Betroffene der Stadion-Massenpanik

Nach der Stadion-Katastrophe auf der indonesischen Insel Java hat Präsident Joko Widodo Hinterbliebene der 133 Todesopfer besucht.
Ein Mann legt Blumen vor dem Kanjuruhan-Stadion nieder, wo mehr als 120 Menschen bei einer Massenpanik gestorben sind. © Dicky Bisinglasi/AP/dpa

Jede Familie, die bei der Tragödie am vergangenen Wochenende einen Angehörigen verloren hat, werde als Unterstützung 50 Millionen Rupien (ca. 3300 Euro) erhalten, sagte ein Mitarbeiter Widodos am Mittwoch. Der Präsident wollte das Geld bei seinem Besuch symbolisch an Betroffene überreichen. Unter den Toten waren den Behörden zufolge auch 37 Minderjährige.

Nach dem Ende der Erstliga-Partie zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Stadt Malang waren am vergangenen Samstag Tausende Fans auf das Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions gestürmt. Die Polizei reagierte gewaltsam mit Schlagstöcken und setzte massiv Tränengas ein.

Nach der Tragödie folgen Ermittlungen

Es kam zu einer Massenpanik, als die Fans versuchten, die Notausgänge zu erreichen. Die meisten Opfer starben an Sauerstoffmangel oder wurden zu Tode getrampelt. Hunderte Zuschauer wurden verletzt. Es ist eine der schlimmsten Stadion-Katastrophen in der Geschichte des Fußballs.

Der indonesische Fußballverband (PSSI) teilte mit, dass eine Verzögerung beim Öffnen der Türen zu der Katastrophe beigetragen habe. «Einige Türen wurden nicht geöffnet. Der Grund war, dass diejenigen, die zum Öffnen aufgefordert wurden, es nicht sofort getan haben», sagte Erwin Tobing, ein Mitglied des PSSI-Disziplinarausschusses.

Der Sprecher der Nationalpolizei, Dedi Prasetyo, erklärte hingegen, dass die Ausgänge offen, aber zu eng gewesen seien: «Hunderte kämpften darum herauszukommen, was zu einem Massenansturm führte.»

Am Dienstag hatte der Verband zwei Funktionäre des Arema FC mit einer lebenslangen Sperre belegt. Bereits am Montag war der Polizeichef der Stadt Malang, Ferli Hidayat, von seinem Amt entbunden worden. Neun weitere Beamte wurden suspendiert. Gegen Dutzende weitere Polizisten wird ermittelt. Zudem darf Arema für den Rest der Saison keine Spiele mehr ausrichten.

© dpa
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