Stroot: Grundgehalt darf kleinen Clubs nicht schaden

Trainer Tommy Stroot vom deutschen Meister VfL Wolfsburg hält die Idee eines Grundgehalts im Frauenfußball für richtig, aber weist auf die nötige Vereinbarkeit für finanzschwächere Clubs hin.
Hält die Idee eines Grundgehalts im Frauenfußball für richtig: Wolfsburgs Trainer Tommy Stroot. © Swen Pförtner/dpa

«Es darf nicht dafür sorgen, dass manche Vereine ein Grundgehalt umsetzen, aber so kleinere Vereine auf allen anderen Ebenen wie beim Staff und der medizinischen Abteilung einsparen müssen», sagte der Trainer der Deutschen Presse-Agentur vor dem ersten Spieltag in der Frauen-Bundesliga am Samstag gegen die SGS Essen (13.00 Uhr/MagentaSport).

Stroot sei bei einem Grundgehalt für die Fußballerinnen der Profiligen «komplett dabei», aber sagte, dass vorher Strukturen bei den Clubs vor Ort gestärkt werden müssten. «In dem Moment, in dem diese Rahmenbedingungen nicht da sind, da können wir die einzelnen Spielerinnen zwar besser bezahlen, aber bekommen nicht die strukturellen Verbesserungen, die der Frauenfußball benötigt.»

Der VfL-Coach meint damit Rahmenbedingungen wie die Anreise zum Spiel, bessere Videoanalysen und die medizinischen Abteilungen der Teams. In erster Linie müsse laut Stroot nicht nur auf den Männerfußball geschaut werden: «Ich glaube, dass die Unterschiede - zum Männerbereich sowieso - aber auch zwischen erster und zweiter Frauen-Bundesliga zu extrem sind. Da müssen wir dafür sorgen, dass an den Standorten überall professionelle Bedingungen herrschen.»

© dpa
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