Prozess um Super League: Mündliche Verhandlungen Mitte Juli

03.06.2022 Der Streit um die Gründung einer europäischen Super League im Fußball wird in gut einem Monat vor dem Europäischen Gerichtshof ausgetragen.

Schild mit der Aufschrift «Cour de Justice de l'Union Europeene» vor einem Gebäude des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg. © Harald Tittel/dpa

Für den 11. und 12. Juli sind mündliche Verhandlungen an dem europäischen Höchstgericht in Luxemburg angesetzt, wie ein EuGH-Sprecher am Freitag bestätigte.

Den Angaben zufolge wurde die Klage von der European Superleague Company bei einem Gericht in Madrid eingereicht, das wiederum den EuGH anrief. Sie richte sich sowohl gegen die Europäische Fußball-Union UEFA als auch gegen den Weltverband FIFA. Die zwölf Gründervereine um Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin sind dem EuGH zufolge auch die Aktionäre der nun klagenden European Superleague Company.

Die Klage verfolge das Ziel, festzustellen, dass die UEFA und die FIFA sich der Gründung einer Super League widersetzten, indem sie «als ein Kartell handeln und ihre beherrschende Stellung auf dem Markt der Veranstaltung internationaler Wettbewerbe für Fußballvereine in Europa und auf dem Markt der Kommerzialisierung der mit diesen Wettbewerben verbundenen Rechte missbrauchen». Der Kläger habe zudem Sicherheitsmaßnahmen beantragt, «um die Gründung und Veranstaltung der European Super League zu ermöglichen».

Pläne zur Gründung einer Superliga

Hintergrund sind die Pläne der drei Top-Clubs Juve, Real und Barcelona, eine Super League mit europäischen Spitzenvereinen als Konkurrenz zur Champions League der UEFA zu gründen. «Das Monopol der UEFA ist mit dem Recht der Europäischen Union unvereinbar», sagte Präsident von Real Madrid Florentino Pérez Ende 2021.

Bereits im April 2021 hatten zwölf Top-Clubs die Gründung einer Superliga verkündet, den Plan nach massiven Protesten von Ligen, Verbänden und Fans jedoch schnell wieder verworfen. Neben Juve, Real und Barcelona gehörten die beiden Mailänder Clubs AC und Inter, Atlético Madrid sowie der FC Arsenal, der FC Chelsea, der FC Liverpool, Tottenham Hotspur, Manchester United und Manchester City dazu.

Nach der mündlichen Verhandlung im Juli dürfte ein Gutachten eines EuGH-Generalanwalts in der Sache folgen. Einige Monate später dürften der Gerichtshof dann sein Urteil sprechen.

© dpa

Weitere News

Top News

Tv & kino

Featured: Dustin Hoffman: Die besten Filme mit der Hollywood-Legende

Auto news

Das Land der Rover: Allrad: Falkländer schwärmen von ihren «Arbeitspferden»

1. bundesliga

Ehemaliger Bayern-Stürmer: Lewandowski: FC Bayern braucht keine klassische Neun

Gesundheit

Landesforstanstalt rät: Auch im Wald Sonnenschutz nicht vergessen

Internet news & surftipps

Quartalsbericht: Softbank mit Riesenverlust durch Börsen-Talfahrt

People news

Leute: David Beckham besucht mit Tochter Konzert

Tv & kino

Featured: Sandman Staffel 2: So könnte es mit Morpheus bei Netflix weitergehen

Internet news & surftipps

Kriminalität: Faeser zu Cyberangriffen: Wir hatten bisher «viel Glück»

Empfehlungen der Redaktion

Fußball news

Präsident von Real Madrid: Pérez: Europäische Super League «noch nicht vom Tisch»

Fußball news

Neuer Anlauf: Super-League-Rebellen hoffen auf juristischen Erfolg

Eilmeldungen

Deutscher Fußball-Bund: DFB-Präsident Neuendorf nach 100 Tagen: Stabilität zurück

Regional nordrhein westfalen

Leverkusen-Clubchef: Carro: Real, Barcelona und Turin glauben an Super League

Champions league

Europäischer Fußball: Der reiche Super-League-Club: Pérez und seine Freunde

Fußball news

Fußball: Gericht hebt Verbot von UEFA-Sanktionen wegen Superliga auf

Fußball news

Rummenigge traut Nagelsmann «alles» zu: Klarer Favorit in CL

Fußball news

Fußball: Nach Mbappé-Vertrag: Ligue 1 weist Kritik aus Spanien zurück