Kehl fordert trotz 4:1: «Schippe drauflegen»

Borussia Dortmund zeigt beim 4:1 in Sevilla in der Champions League die gewünschte Reaktion auf den Bundesliga-Rückschlag gegen Köln. Zufrieden ist Sportchef Kehl dennoch nicht.
Sebastian Kehl, Leiter Profiabteilung bei Borussia Dortmund, vor dem Spiel. © Daniel Karmann/dpa

Trotz des lockeren Champions-League-Triumphes beim FC Sevilla sieht Borussia Dortmunds Sportchef Sebastian Kehl noch viel Steigerungspotenzial bei seinem Team. Nach dem 4:1 (3:0) am Mittwoch beim Europa-League-Rekordsieger mahnte Kehl mit Blick auf den Bundesliga-Gipfel am Samstag gegen den FC Bayern München deutlich: «Das tut natürlich unheimlich gut, aber mehr ist es auch nicht. Wir müssen am Wochenende eine bessere Leistung bringen als heute, um Bayern München zu schlagen.»

Kehl verwies auf die Phase nach der Pause, als der BVB nach der souveränen ersten Hälfte unnötig unter Druck geriet. Nach Treffern von Raphael Guerreiro (6. Minute), Jude Bellingham (41.) und Karim Adeyemi (43.) brachte Youssef El-Nesyri (51.) die Dortmunder kurz in Not. «Heute war auch nicht alles rosig. Wir hatten auch ein bisschen Glück», sagte Kehl daher. «Wir müssen eine Schippe drauflegen.»

Dennoch war der deutliche Sieg nach dem bitteren 2:3 in der Liga in Köln am vergangenen Wochenende Balsam für die BVB-Seele. «Vom Ergebnis her ist das für uns natürlich super», sagte Kehl. «Das war definitiv die Reaktion, die wir zeigen wollten», sagte auch Kapitän Jude Bellingham.

Die Dortmunder profitierten dabei auch von der Krise der Andalusier, die vor allem in der Abwehr nicht auf Champions-League-Niveau agierten. Die erneut enttäuschende Leistung Sevillas kostete Trainer Julen Lopetegui sofort den Job. Unmittelbar nach dem Abpfiff beurlaubte der Club den 56-Jährigen, der aus der Kabine noch einmal auf den Platz geschickt wurde, um sich von den Fans zu verabschieden. Die kuriose Trennung nahm der Europa-League-Sieger von 2020 mit Galgenhumor. Auf die Frage, wann er von seiner Beurlaubung erfahren habe, antwortete Lopetegui: «Heute. Also offiziell.»

In den spanischen Medien war schon Tage vor dem Spiel berichtet worden, dass der Trainer keine Zukunft mehr in Sevilla habe. Nachfolger soll der Argentinier Jorge Sampaoli werden. 

© dpa
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