Pelé-Familie weist Berichte über baldigen Tod zurück

Ein Zeitungsbericht über den Gesundheitszustand von Pelé hatte am Wochenende für große Sorge um die brasilianische Fußball-Legende gesorgt. Nun haben sich Töchter und ein Enkel dazu geäußert.
Bestritt 92 Länderspiele und gewann drei WM-Titel für Brasilien: Pelé. © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Familienangehörige von Brasiliens Fußball-Idol Pelé haben Berichten über einen möglicherweise baldigen Tod des 82-Jährigen energisch widersprochen.

Zwei Töchter und ein Enkel des dreimaligen Weltmeisters erklärten in einem Fernseh-Interview, Pelé werde seit Dienstag wegen einer Atemwegserkrankung im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion behandelt. Die Zeitung «Folha de S. Paulo» hatte dagegen am Samstag berichtet, Pelé erhalte palliative Maßnahmen. Er spreche nach seiner Krebserkrankung nicht mehr auf die Chemotherapie an.

«Er ist krank, er ist alt. Aber sobald es ihm besser geht, wird er wieder nach Hause gehen», sagte Pelés in den USA lebende Tochter Kely Nascimento dem Sender TV Globo. Ihre Schwester Flavia Nascimento ergänzte: «Es ist sehr unfair, wenn Leute sagen, dass er am Ende seines Lebens ist, in palliativer Pflege. Leute, das stimmt nicht. Glaubt uns.» Ihr Vater befinde sich nicht auf der Intensivstation, sondern in einem normalen Krankenzimmer.

Pelés Enkel Arthur Arantes do Nascimento berichtete, er habe mit seinem Großvater über die ersten Spiele Brasiliens bei der WM in Katar am Telefon gesprochen. Dabei habe Pelé den zuletzt fehlenden Neymar vermisst. Auch sei Pelé sehr gerührt von den vielen Genesungswünschen aus aller Welt gewesen. Er sehe Leute, die sagten, er möge in Frieden ruhen. Pelé habe gesagt: «Das wird eines Tages passieren, aber nicht heute.» Es sei eine Frage der Zeit, wann es seinem Großvater besser gehe. «Er wird sehen, wie Brasilien zum sechsten Mal Weltmeister wird», sagte Arthur Arantes do Nascimento.

Pelé selbst hatte sich am Wochenende in den sozialen Netzwerken zu Wort gemeldet. «Meine Freunde, ich möchte, dass alle ruhig bleiben und positiv denken. Ich bin stark, habe viel Hoffnung und setze meine Behandlung fort», schrieb er.

Im September vergangenen Jahres war Pelé ein Tumor am Dickdarm entfernt worden, den Ärzte bei einer Routineuntersuchung entdeckt hatten. Das Hospital Albert Einstein in São Paulo schrieb in einem Bulletin, das Pelé veröffentlicht hatte, er sei zur erneuten Überprüfung seiner Chemotherapie aufgenommen worden. Flavia Nascimento erklärte, derzeit gehe es im Krankenhaus auch um die Einstellung auf die Krebs-Medikamente.

© dpa
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