FC St. Pauli stellt Trainer Schultz frei

Nach einer durchwachsenen Saison hat Fußball-Zweitligist seinen Trainer Timo Schultz freigestellt. Der Club reagiert damit auf eine Entwicklung, die den Kiez-Club ins Abstiegsrennen gebracht hat.
Muss beim FC St. Pauli gehen: Trainer Timo Schultz. © Marcus Brandt/dpa

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat Cheftrainer Timo Schultz freigestellt. Das Präsidium sei damit einstimmig der Empfehlung der sportlichen Leitung gefolgt, teilte der Club mit.

Co-Trainer Fabian Hürzeler wird zunächst das Training leiten, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Präsident Oke Göttlich und Sportchef Andreas Bornemann bezeichneten die Trennung darin als eine schwere, aber notwendige Entscheidung.

«Wir haben die vergangenen Monate intensiv analysiert sowie diskutiert und sehen uns leider gezwungen, nun zu handeln», sagte Sportchef Bornemann. Göttlich bekräftigte: «Wir müssen das Gesamtwohl des FC St. Pauli immer im Blick haben - und unsere sportliche Bilanz im Kalenderjahr 2022 ist die eines Absteigers.» Der Präsident hatte zuletzt immer wieder bekräftigt, dass der Verein ins obere Drittel der Tabelle gehört.

Nur 15. Rang

Ex-Profi Schultz hatte den Kiez-Club im Juli 2020 übernommen und war in der vergangenen Saison in einem engen Rennen am Aufstieg in die Bundesliga gescheitert. Die bisherige Spielzeit war von durchwachsenen Leistungen geprägt. Die Hamburger stehen derzeit auf dem 15. Tabellenrang - punktgleich mit Arminia Bielefeld auf dem Relegationsrang und dem 1. FC Magdeburg auf dem 17. Platz. Am 9. Dezember startet die Mannschaft wieder ins Training.

«Timo ist ein verdienter und echter St. Paulianer», lobte Göttlich. Dementsprechend schwer sei die Entscheidung gefallen. «Ob als Spieler, Co-Trainer, Trainer oder einfach als Mensch: Timo Schultz war, ist und wird immer am Millerntor willkommen und ein Teil des FC St. Pauli sein», bekräftigte er.

Schultz ist bereits seit 2005 beim Verein in verschiedenen Positionen tätig gewesen. Als Spieler lief er für Holstein Kiel, den VfB Lübeck und die Amateure von Werder Bremen auf. Vor seinem Job als Cheftrainer war er bei den Hamburgern Co-Trainer und Jugendtrainer.

© dpa
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