Wolff zu Rennen in Monaco: «Streckenführung ansehen»

30.05.2022 Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hält Änderungen für nötig, um die Zukunft des Formel-1-Rennens in Monaco zu sichern.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff ärgerte sich über die chaotischen Zustände beim WM-Lauf in Monaco. © Hasan Bratic/dpa

«Das Rennen bot das übliche Monaco-Chaos und war wieder einmal ein Indiz dafür, dass wir uns die Streckenführung ansehen müssen, damit einige Piloten nicht fünf Sekunden langsamer fahren können und damit dennoch eine Prozession anführen», sagte der Österreicher nach dem wilden Grand Prix im Fürstentum: «Dies ist ein fantastischer Austragungsort und ein fantastisches Spektakel - aber es wäre toll, wenn das Racing auch auf dem gleichen Niveau wäre.»

Chaotische Zustände

Der enge Stadtkurs erschwert normales Racing enorm, da das Überholen mit den breiten Formel-1-Wagen kaum möglich ist. Wolff ärgerte sich zudem über die chaotischen Zustände beim WM-Lauf. Aufgrund von Regen wurde erst mit großer Verspätung gestartet. «Wenn man die Länge des Rennens samt der Verzögerungen und Unterbrechungen betrachtet, fühlte es sich eher wie ein NFL-Spiel als ein Grand Prix an», sagte der 50-Jährige nach dem Sieg des Mexikaners Sergio Perez im Red Bull: «Aber ich bin mir nicht sicher, ob man viel mehr hätte tun können.»

Die Zukunft des Rennens in Monaco ist offen, der Vertrag endet in diesem Jahr. Obwohl der traditionsreiche Ort an der Côte d’Azur die Formel 1 verkörpert wie kaum ein anderer, scheint es möglich, dass künftig zumindest nicht mehr jedes Jahr am legendären Jachthafen gefahren wird. Für mehr Renn-Action zu sorgen erscheint schwierig, da der Kurs in den schmalen Straßen nur schwer verändert werden kann.

Der Motorsport-Weltverband Fia teilte derweil mit, dass die langen Verzögerungen beim Großen Preis auch mit einem Stromausfall zu tun hatten. Dieser habe für einen Ausfall des Startsystems gesorgt, auch die Lichtanlagen auf der Start-Ziel-Gerade waren betroffen. Das führte dazu, dass keine stehenden Starts möglich waren. Auch die TV-Kabinen der Kommentatoren waren von dem Zwischenfall betroffen. So hatte es bei der Sky-Übertragung Ausfälle gegeben, da zeitweise nur ein Mikrofon funktionierte.

© dpa

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