Red Bull und Aston Martin gaben mehr aus als erlaubt war

Red Bull soll neben einem weiteren Team einem Medienbericht zufolge in der vergangenen Formel-1-Saison die vorgeschriebene Kostengrenzen überschritten haben.
Der Niederländer Max Verstappen steuert den Red-Bull-Boliden auf der Rennstrecke. © Antonio Calanni/AP/dpa

Wie das Fachmagazin «Auto, Motor und Sport» berichtet, sei dies das Ergebnis einer Kostendeckelüberprüfung des Motorsport-Weltverbandes Fia. Laut des Berichts handelt es sich um das Team von Weltmeister Max Verstappen sowie den Rennstall von Aston Martin, für den Sebastian Vettel noch fährt. Beide Teams äußerten sich bislang nicht zu den Gerüchten. Ein Rennstall soll das Budget sogar sehr deutlich überschritten haben, wie das Magazin berichtete. 

In der kommenden Woche soll die Fia die Ergebnisse der Überprüfung öffentlich machen. «Die Fia schließt derzeit die Bewertung der von allen Formel-1-Teams eingereichten Finanzdaten für 2021 ab», sagte ein Fia-Sprecher beim Großen Preis in Singapur. Angebliche Verstöße gegen die Finanzvorschriften würden «gegebenenfalls gemäß dem in den Vorschriften festgelegten formellen Verfahren behandelt», hieß es.

Laut Motorsportberater Helmut Marko macht sich Red Bull «momentan keine großen Sorgen», sagte er bei Sky. Aus Sicht des Teams habe es keine Kostenüberschreitung gegeben. Dass das Thema überhaupt an die Öffentlichkeit gelangt ist, bezeichnete Marko als «rufschädigend» und sagte: «Wenn die Fakten geklärt sind, können wir darüber reden.»

Die Ausgabengrenze der Formel 1 betrug in der Vorsaison 148,6 Millionen US-Dollar. Ziel ist es auch, mit der Deckelung gleiche Voraussetzungen für alle Teams zu schaffen. Das Überschreiten der Kostengrenze ist ein Regelbruch, für den es keinen klar definierten Strafenkatalog gibt. Überschreitungen von bis zu fünf Millionen Dollar gelten laut Reglement als «kleinere Regelverletzung» und könnten möglicherweise nur mit einer Geldstrafe geahndet werden. Bei schwereren Vergehen sind laut «Auto, Motor und Sport» härtere Strafen bis hin zu einem nachträglichen Punktabzug denkbar.

© dpa
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