Piastri: Alpine-Farce «bizarre und verstörende» Episode

Der künftige McLaren-Pilot Oscar Piastri hat die Formel-1-Farce mit Alpine als «verwirrend und ärgerlich» bezeichnet.
Der Australier Oscar Piastri kann künftig für das Formel-1-Team McLaren fahren. © George Hitchens/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Der Australier war in einer Sommer-Posse vom französischen Rennstall als Stammpilot für das nächste Jahr bekanntgegeben worden. Piastri widersprach dieser Darstellung aber umgehend, weil er längst eine Abmachung mit McLaren hatte.

«Dass dies fälschlich verkündet wurde, war etwas, das mein Management und ich richtigstellen mussten, und es gab auch mögliche rechtliche Konsequenzen, wenn wir die Ankündigung nicht dementiert hätten», erläuterte Piastri auf der Formel-1-Homepage.

Alpine war von Fernando Alonsos Ankündigung überrascht worden, ab kommender Saison Sebastian Vettel bei Aston Martin zu ersetzen. Daraufhin gaben sie Piastri als neuen Stammfahrer bekannt, obwohl der 21-Jährige und sein Management Alpine nach eigenen Angaben schon zweimal erklärt hatten, 2023 nicht für sie zu fahren.

Schiedsstelle musste klären

Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer informierte Piastri über die Verkündung, als der junge Rennfahrer im Simulator saß. Piastri habe dabei «gelächelt und sei dankbar» gewesen, erzählte Szafnauer.

«Das war eine bizarre und offen gesagt verstörende Episode. Es geschah öffentlich vor einigen Teammitgliedern, die nichts von der Situation wussten, und ich wollte vor ihnen keine Szene machen. Als wir unter vier Augen waren, erklärte ich Otmar unsere Position und das, was ihm zuvor schon mehrfach gesagt worden war», erläuterte Piastri.

Piastri, nacheinander Champion in der Formel 3 und Formel 2, ist kurioserweise in dieser Saison sowohl Ersatzfahrer bei Alpine als auch McLaren. Die Schiedsstelle für Vertragsdispute im Motorsport hatte seinen Streitfall klären müssen. Am Freitag wurde sein Vertrag mit McLaren ab 2023 für rechtens erklärt.

Das Fahrerfeld für 2023

RED BULL: Max Verstappen (24) hat einen Mega-Kontrakt bis Ende 2028. Sergio Perez (32) bleibt bis Ende 2024.

FERRARI: Charles Leclerc (24) steht bei der Scuderia bis 2024 unter Vertrag, Teamkollege Carlos Sainz (28) ebenfalls.

MERCEDES: Lewis Hamilton (37) fährt auch 2023 für Mercedes. Teamkollege George Russell (24) hat sich langfristig gebunden.

ALPINE: Esteban Ocon (25) hat bis Ende 2024 unterschrieben. Der Nachfolger für Fernando Alonso (41): Pierre Gasly? Daniel Ricciardo?

MCLAREN: Lando Norris (22) ist bis Ende 2025 gebunden. Oscar Piastri (21) ersetzt nach der Vertrags-Farce Daniel Ricciardo (33).

ALFA ROMEO: Valtteri Bottas (33) ist auch für nächstes Jahr gesetzt. Der Chinese Guanyu Zhou (23) muss bangen.

HAAS: Kevin Magnussen (29) wird auch 2023 für das US-Team starten. Mick Schumacher (23) droht nach zwei Jahren das Aus.

ALPHA TAURI: Pierre Gasly (26) ist für 2023 bestätigt - eigentlich. Yuki Tsunoda (22) ist noch nicht sicher für kommende Saison.

ASTON MARTIN: Fernando Alonso ersetzt PS-Rentner Sebastian Vettel (35). Lance Stroll (23) behält sein Cockpit.

WILLIAMS: Alexander Albon (26) ist für mehrere Jahre fix. Nicholas Latifi (27) ist ein Streichkandidat.

© dpa
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