Diskussionen nach Monza-Finale: Fans «die größten Verlierer»

Red Bulls Teamchef Christian Horner hat nach der Safety-Car-Zieldurchfahrt von Monza für eine Regelanpassung plädiert. Der Große Preis von Italien war am Sonntag auf den letzten Runden praktisch neutralisiert worden, Attacken konnte es keine mehr geben.
Red-Bull-Teamchef Christian Horner sieht die Fans beim Rennen in Monza als größten Verlierer. © Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa

Grund war eine Safety-Car-Phase, weil der abgestellte McLaren von Daniel Ricciardo auch wegen eines eingelegten Gangs nicht schnell genug entfernt werden konnte aus dem Gefahrenbereich. «Die größten Verlierer» seien die Fans gewesen. «Wir müssen das schnell angehen», betonte der Teamboss von Italien-Sieger Max Verstappen.

Der 24 Jahre alte Niederländer war bereits klar dem Sieg entgegen gefahren, als sein Vorsprung im Rennen auf Ferrari-Pilot Charles Leclerc durch das Safety Car futsch war. Beide hatten sich noch mal die schnellsten Reifen aufziehen lassen. Selbst bei einem Re-Start hätte der so dominante Niederländer seine Führung aber wohl eh verteidigt. «Ich hätte mir keine Sorgen gemacht», sagte er.

Neuer Ablauf bei Safety-Car-Phasen

Mercedes-Teamchef Toto Wolff betonte, dass sich der deutsche Rennleiter Niels Wittich anders als dessen Vorgänger beim höchst umstrittenen Saisonfinale im vergangenen Jahr nur an die Regeln gehalten hätte. In Abu Dhabi hatte der damalige Rennleiter Michael Masi mit seinen Entscheidungen dafür gesorgt, dass es auf der letzten Runde nach einer Safety-Car-Phase noch zum alles entscheidenden Showdown um die WM kam und Verstappen Rekordchampion Lewis Hamilton im Mercedes doch noch überholen konnte. Danach wurde der Ablauf bei Safety-Car-Phasen überarbeitet.

Der Automobilweltverband hatte nach dem Rennen in Monza bekräftigt, dass die Sicherheit bei einer Bergung oberste Priorität habe und es keine Rolle spiele, in welcher Phase eines Rennens das sei. Vor mittlerweile acht Jahren war bei einer Bergungsaktion eines von der Strecke abgekommenen Rennwagens der französische Ferrari-Nachwuchspilot Jules Bianchi mit seinem damaligen Marussia-Rennwagen unter einen Bergungskran gekracht. Er war im Sommer des darauffolgen Jahres (2015) an seinen schwersten Verletzungen gestorben.

© dpa
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