Darüber spricht das Fahrerlager in Abu Dhabi

Lewis Hamilton erreicht bei Mercedes einen Formel-1-Meilenstein. Die Motorsport-Königsklasse setzt sich für Rennfahrerinnen ein. Gesprächsstoff aus Abu Dhabi.
Sebastian Vettel gibt beim Großen Preis von Abu Dhabi seinen Abschied von der Formel 1. © Beata Zawrzel/ZUMA Press Wire/dpa

Der Abschied aus der Formel 1 von Sebastian Vettel ist das große Thema des Saisonfinales in Abu Dhabi. Es gibt aber noch weiteren Gesprächsstoff am Persischen Golf.

Unruhe bei Ferrari

Die Scuderia reagierte. Unter der Woche gab es Medienberichte, wonach Teamchef Mattia Binotto nach dieser Saison gehen müsse. Alfa Romeos Frédéric Vasseur soll Favorit auf die Nachfolge sein. Die Gerüchte würden jeglicher Grundlage entbehren, entgegnete Ferrari. Charles Leclerc wiegelte ebenfalls ab. Es gebe «immer Gerüchte rund um die Formel 1 und insbesondere um Ferrari», sagte der monegassische Fahrer. «Ich finde, wir sollten den Gerüchten nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken.» Wahr ist aber: Ferrari jagt seit Kimi Räikkönens WM-Triumph 2007 einer Fahrer-WM hinterher. Da wächst der Druck auf Binotto. In der Spekulationsblase um seine mögliche Ablösung fiel auch der Name des deutschen McLaren-Teamchefs Andreas Seidl.

Meilenstein bei Mercedes

Lewis Hamilton hat in Abu Dhabi seine letzte Chance, seine imposante Serie fortzusetzen: Seit seinem Formel-1-Debüt 2007 hat er in jedem Jahr mindestens ein Rennen gewonnen. Das hat vor ihm noch kein anderer Fahrer geschafft. In Abu Dhabi bestreitet der siebenmalige Weltmeister nun außerdem seinen 200. Grand Prix für Mercedes. Das sind dann 20 mehr als Michael Schumacher für Ferrari als Zweiter dieser Rangliste bestritten hat. «Es ist eine großartige Reise gewesen, ich bin unglaublich stolz darauf», sagte Hamilton vor dem Finale über seine Beziehung zu den Silberpfeilen. Es zeige, dass Loyalität zu seinem Wertekanon gehöre. «Ich freue mich darauf, das fortzusetzen.» Hamiltons Vertrag läuft Ende 2023 aus, er will aber noch mehrere Jahre bei Mercedes bleiben.

Sprungbrett für Rennfahrerinnen?

Die Formel 1 hat eine neue Nachwuchsserie ins Leben gerufen. Die sogenannte F1 Academy ist nur für Rennfahrerinnen vorgesehen und soll ihnen den Aufstieg in die höheren Klassen W Series, Formel 3, Formel 2 bis hin zur Motorsport-Königsklasse ebnen. Eine Frau mit Formel-1-Cockpit gibt es nicht. Die einst mit großen Hoffnungen gestartete W Series musste ihre Saison wegen finanzieller Probleme sogar vorzeitig abbrechen. Die Frauen-Motorsportserie kämpft weiter um ihre Zukunft, begrüßte aber die für 2023 gegründete neue Serie. Die Fahrerinnen der F1 Academy müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Das Feld wird aus fünf Teams mit je drei Autos bestehen. Der Premierenrennkalender umfasst sieben Events mit je drei Rennen.

© dpa
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