Darauf muss man beim Großen Preis von Japan achten

Beim Formel-1-Rennen in Suzuka könnte die WM-Entscheidung fallen. Außerdem bewirbt sich ein deutscher Fahrer um einen neuen Vertrag - und ein anderer verabschiedet sich von seiner Lieblingsstrecke.
Beim Formel-1-Rennen im japanischen Suzuka könnte die WM-Entscheidung fallen. © Toru Hanai/AP/dpa

Max Verstappen kann in den Kreis der Mehrfach-Weltmeister der Formel 1 aufsteigen. Für die besten Voraussetzungen sorgte er selbst: Vom ersten Startplatz geht der Red-Bull-Star am Sonntag (7.00 Uhr/Sky) auf den Grand-Prix-Kurs von Suzuka und würde gern seinen zwölften Saisonsieg einfahren. 

Sebastian Vettel startet derweil das letzte Mal in Japan und verspürt etwas Wehmut. Landsmann Mick Schumacher kämpft noch darum, dass es für ihn auch im kommenden Jahr wieder in der Motorsport-Königsklasse nach Fernost geht.

Verstappen hat es in der Hand

WM-Chance Nummer zwei: In Singapur konnte Max Verstappen in der Vorwoche noch nicht vorzeitig Weltmeister werden. In Japan hat er es nun erstmals selbst in der Hand. Bei einem Sieg des Niederländers inklusive schnellster Rennrunde wäre Charles Leclerc aus Monaco im Ferrari auch rechnerisch chancenlos und müsste sich geschlagen geben. In jedem Fall holt Verstappen den Titel, wenn er acht Punkte mehr als Leclerc und sechs mehr als Teamkollege Sergio Perez einfährt. Nicht mal ein Sieg ist nötig, solange er klar vor seinen beiden Verfolgern die Ziellinie überquert.

Schmerzhafter Abschied: Erst in Suzuka ist Sebastian Vettel wirklich bewusst geworden, dass seine Formel-1-Karriere im nächsten Monat endet. «Ich fühle mich auf dieser Strecke so lebendig wie auf keiner anderen. Es hat einfach etwas Magisches», sagte der 35-Jährige nach Platz neun in der Qualifikation. Viermal gewann er in Suzuka, wurde 2011 auf dem Kurs Weltmeister. «Wir hoffen, dass wir das Momentum auch ins Rennen mitnehmen können», sagte der Aston-Martin-Fahrer, der möglichst weit nach vorn kommen will. Zuletzt in Singapur wurde er Achter. Die Unterstützung der Fans ist ihm sicher, in Japan ist er ein Superstar. An der Strecke sind ihm zu Ehren eine Menge deutscher Flaggen zu sehen.

Mick Schumacher hofft auf Regen

Nächste Bewerbungsfahrt: Maximal fünf Rennen bleiben Mick Schumacher noch, um sich für einen neuen Vertrag in der Formel 1 zu empfehlen. Nach seinem selbst verschuldeten und ziemlich teuren Trainings-Unfall am Freitag reichte es bei der Zeitenjagd nur zu Position 15. Für den Haas-Fahrer soll es endlich wieder Punkte geben - dafür hofft der WM-16. auf eine nasse Strecke. «Ich weiß, dass mein Auto im Regen verdammt schnell ist, daher freuen wir uns», sagte Schumacher bei Sky. Nach dem trockenen Quali-Tag sagen die Meteorologen für den ersten Grand Prix in Japan seit 2019 nach zweijähriger Corona-Zwangspause Niederschlag voraus.

Fan-Begeisterung: Die unvergleichlichen japanischen Formel-1-Enthusiasten haben den Fahrern viele besondere Momente beschert. Stundenlang warten die Asiatinnen und Asiaten auf ihre Rennfahrer-Helden, machen Geschenke und übergeben den Piloten Briefe und Nachrichten. Die Atmosphäre wird aber ganz anders werden als üblich in Europa - weil Verstappen seine enthusiastischen Anhänger fehlen werden. Wegen der Corona-Pandemie und der strengen Regeln zur Einreise auf die Insel sind kaum Niederländer vor Ort. Erst in der kommenden Woche werden die Corona-Bestimmungen gelockert und Touristen können wieder einfacher ohne Visum nach Japan kommen. 

© dpa
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