Mehrere Pannen bei EM: Basketball-Verband in Erklärungsnot

Hochklassige Spiele, unangenehme Schiedsrichter-Fehler: Der Weltverband gerät bei der Basketball-EM zunehmend unter Druck. Die Spieler verkneifen sich klare Kritik, doch Verstimmung ist unübersehbar.
Das Logo des Basketball-Verbandes Fédération Internationale de Basketball (FIBA). © Friso Gentsch/dpa

Der Basketball-Weltverband Fiba gerät bei der paneuropäischen Europameisterschaft in immer größere Erklärungsnot. Im krassen Kontrast zu den spannenden und mitreißenden Spielen der Vorrundengruppen standen in den vergangenen Tagen für ein großes Turnier eher unübliche Pannen mit den Schiedsrichtern und der Technik.

Bei Deutschland gegen Litauen wurde von den Referees ein Freiwurf für die Litauer nach einem technischen Foul der Deutschen vergessen. Beim Spiel Georgien gegen die Türkei lief fälschlicherweise die Uhr 22 Sekunden weiter, obwohl das Spiel angehalten war. Das Problem: Beide Partien gingen jeweils zweimal in die Verlängerung, die kleinen Fehler der Offiziellen waren also potenziell entscheidend für den Ausgang der Begegnungen.

«Das ist etwas, worum sich die Fiba kümmert»

NBA-Starspieler Luka Doncic sagte zu der jüngsten Fehlerserie: «Ich denke, ihr seht es selbst: Der Fall mit der Zeit beim Türkei-Spiel, das technische Foul hier mit Litauen. Das ist etwas, worum sich die Fiba kümmert, deshalb habe ich dazu nichts zu sagen.» Der Aufbauspieler der Dallas Mavericks grinste ein wenig in sich hinein, verkniff sich aber deutlichere Kritik an den Verantwortlichen.

Deutschlands Daniel Theis war nach dem 109:107 gegen Litauen mit der Rolle der Referees unzufrieden. «Da muss ich jetzt aufpassen, was ich sage. Daran sieht man vielleicht, dass die Schiedsrichter zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, um eine eigene Linie zu finden, und dann so etwas vergessen wird», sagte Theis bei Magentasport.

Die Proteste von Litauen und der Türkei wurden abgewiesen. Bei den Litauern hieß es, dieser sei nicht innerhalb der nötigen Zeitspanne erfolgt und der Grund sei nicht ausreichend. Im zweiten Fall begründeten die Offiziellen die Entscheidung damit, dass die Türkei nicht nachweisen konnte, dass es ohne die Panne bei der Zeitnahme sicher ein anderes Ergebnis gegeben hätte. Kritisiert wurde die Fiba auch für die Dauer der Entscheidungen. Die Abweisung des Protests der Litauer wurde um 1.00 Uhr nachts verkündet, bis zur Entscheidung im Türkei-Fall vergingen fast 24 Stunden.

© dpa
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