Basketballer hoffen auf EM-Schub - Alba wieder Favorit

Zehn Tage nach dem Ende der berauschenden EM geht es für die Basketballer schon wieder in der Liga weiter. Die Favoriten sind gleich, ein spannender Neuling ist dabei. Im TV ändert sich noch nichts.
Luke Sikma von Berlin spielt den Ball. © Sven Hoppe/dpa

In Gedanken sind viele Basketball-Fans noch bei der tollen EM. Doch an diesem Mittwoch geht es schon wieder in der Liga weiter. Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen vor dem Start der neuen Saison.

Gibt es einen Basketball-Boom nach dem Gewinn von Bronze bei der EM?

Das hoffen die 18 Clubs. Die EM hat auch Zuschauer begeistert, die bislang wenig Basketball geschaut haben. Diese Klientel gilt es nun auch von der Attraktivität der Liga zu überzeugen. Spieler wie Maodo Lo, Johannes Thiemann oder Andreas Obst, die bei der EM begeisterten, sind nun Woche für Woche in der Liga zu sehen. Den großen Boom wird es aber wohl nicht geben, viel wird weiter in der Nische stattfinden. «Dass ein einzelnes Turnier sofort alles verändern kann, ist ein Mythos. Das hat auch im Handball oder Eishockey noch nie funktioniert», sagte BBL-Geschäftsführer Stefan Holz.

Wer sind die Favoriten?

An den beiden Euroleague-Teams Alba Berlin und Bayern München wird wieder kein Weg vorbeiführen. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur rechneten alle 18 Vereine erneut mit einem Duell der beiden Schwergewichte. Außenseiterchancen werden vor allem Bonn und Oldenburg eingeräumt. Während sich das Gesicht der Bayern-Mannschaft vor allem auf den deutschen Positionen verändert hat, setzt Alba auf Kontinuität. Geht der Plan des Titelverteidigers auf? «Kontinuität ist wichtig. Wenn sich aber auch nur ein Hauch von Selbstzufriedenheit oder Nachlässigkeit dazumischt, dann wird es sehr gefährlich», warnte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

Wer ist neu?

Die Rostock Seawolves sind der einzige Aufsteiger. Der Meister der Pro A will auch in der ersten Liga eine gute Rolle spielen und setzt besonders auf die Euphorie der Fans. Das Duo auf der Trainerbank ist interessant. Der 34 Jahre alte Christian Held ist der Chef, sein Vater Ralph Held der Assistent.

Wer fehlt?

In Rickey Paulding, Per Günther und Alex King haben drei Gesichter der Liga ihre Karrieren beendet. Doch die EM hat gezeigt, dass es genügend interessante Spieler gibt, die in die Rolle des Aushängeschilds schlüpfen können. «Wir haben schon noch genügend Starpower», sagte BBL-Boss Holz. In Vladimir Lucic (Bayern) oder Luke Sikma (Alba) gibt es auch internationale Stars, die schon lange in der Liga sind.

Wo gibt es die Basketball-Bundesliga im TV?

Zum letzten Mal laufen alle Spiele der BBL live bei Magentasport. Den Auftakt zwischen Alba Berlin und den Hamburg Towers an diesem Mittwoch (19.00 Uhr) gibt es sogar kostenlos. Zudem ist auch Sport1 wieder als Livesender dabei. Bis zu 47 Spiele sind hier live im Free-TV zu sehen. Regelsendeplatz ist Sonntag um 15:00 Uhr. Den Auftakt machen aber medi Bayreuth und die Fraport Skyliners am Freitag (20.30 Uhr).

Ab der kommenden Saison ist dann die neue Sport-TV-Plattform des ehemaligen DFL-Managers Christian Seifert und des Medienunternehmens Axel Springer mit dem Namen Dyn neuer TV-Partner der Bundesliga. Euroleague und Eurocup laufen wie alle Spiele der Nationalmannschaft aber auch nach dieser Saison weiter bei Magentasport. 

© dpa
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