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Kneißl erlebt spannende Premiere im Kölner Keller

Der Videobeweis ist ein Dauer-Streitthema im Fußball. Können Ex-Profis als Berater helfen? Der DFB startet zumindest einen Versuch. Der Premieren-Gast sieht noch Verbesserungsbedarf.
Sebastian Kneißl
Ex-Fußballprofi Sebastian Kneißl (r) saß in der Videobeweis-Zentrale im Kölner Keller. © Tom Weller/dpa

Der frühere Fußballprofi Sebastian Kneißl hat ein positives Fazit von seiner Premiere im Video-Assist-Center des Deutschen Fußball-Bundes in Köln gezogen.

«Es war für mich spannend - ich war zwar schon mal in diesem Raum und habe das alles schon gesehen, diesmal fühlte es sich aber noch realistischer und praxisnäher an», sagte der 40-Jährige im Interview auf der DFB-Internetseite.

In Kneißl, der auch als DAZN-Experte arbeitet, hat erstmals ein externer Fußballexperte Spiele an einer der Arbeitsstationen für die Video-Assistenten begleitet. Der frühere Profi von Fortuna Düsseldorf und des FC Chelsea verfolgte das Spiel in der 2. Liga zwischen dem Hamburger SV und Eintracht Braunschweig (2:1). Tags darauf war er während des brisanten Zweitliga-Duells zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli (2:3) im Einsatz. «In beiden Spielen gab es Szenen, die wir konstruktiv diskutieren konnten», berichtete der Ex-Profi.

Ausführlicher fachlicher Austausch

Kneißl habe jeweils neben dem Operator Platz genommen und die Möglichkeit gehabt, die Spiele auf eigenen Monitoren und aus verschiedenen Kameraperspektiven anzusehen, teilte der DFB mit. Über einen Kopfhörer habe er zudem die Kommunikation innerhalb des Schiedsrichterteams mithören können. «In der Halbzeitpause beider Spiele und nach dem Schlusspfiff kam es jeweils zu einem ausführlichen fachlichen Austausch zwischen Kneißl und den Referees», teilte der Verband mit.

Das Einbeziehen von Ex-Profis könne den umstrittenen Videobeweis langfristig verbessern, meinte Kneißl. «Wichtig ist natürlich, dass sie genau wissen, wie sie sich dort zu verhalten haben, denn es ist immer noch der Bereich der Schiedsrichter, da müssen 'wir' uns anpassen.» Sein Wunsch sei eine «schnellere und transparentere Kommunikation nach außen», die Entscheidungen sollten idealerweise auch immer mit einer Begründung einhergehen.

Ob dauerhaft frühere Fußballprofis im Kölner Video-Keller dabei sein werden, ist offen. «Wir sind gegenüber neuen Ideen, die uns weiterbringen können, immer aufgeschlossen», sagte DFB-Innovations-Leiter Jochen Drees: «Dazu gehört es auch, dass wir durch eine solche Kooperation herausfinden wollen, inwieweit wir von der Expertise eines ehemaligen Berufsfußballers profitieren können.»

© dpa
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