Rummenigge: Lewandowski muss nach «Basta»-Aussage bleiben

29.05.2022 Der frühere Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge rechnet nach der klaren Positionierung seines Nachfolgers Oliver Kahn und der übrigen Münchner Vereinsführung fest mit einem Verbleib von Robert Lewandowski beim deutschen Fußball-Meister.

Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schließt weitere Spielzeiten von Robert Lewandowski beim FC Bayern nicht aus. © Sven Hoppe/dpa

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass Bayern München Robert jetzt abgeben wird bei diesen Aussagen», sagte Rummenigge im TV-Sender Bild. Der 66-Jährige zielte explizit auf die Worte seines Nachfolgers Kahn ab. «Diesen Vertrag wird er erfüllen - basta!», hatte Kahn bei der Münchner Meisterfeier über Lewandowski gesagt. Kahn habe die Worte benutzt, «um zu zeigen: Die Tür ist zu», interpretierte Rummenigge.

Lewandowskis Vertrag läuft am 30. Juni 2023 aus. Laut dessen Berater Pini Zahavi ist der FC Bayern für den Weltfußballer «Geschichte». Über einen Wechsel zum FC Barcelona wird spekuliert. «Er ist eine Tormaschine, eine Torgarantie», sagte Rummenigge. «So einen Spieler würde ich nicht freiwillig abgeben.»

Lewandowski äußerte sich beim Formel-1-Rennen in Monaco beim TV-Sender Sky zu seiner Zukunft. Vielleicht kommt es demnächst zu einer Entwicklung. «Ich denke, dass bald die Zeit kommen wird, um mehr Informationen darüber zu geben. Bald kann ich mehr dazu sagen.»

Rummenigge schließt weitere Spielzeiten von Lewandowski in München nicht aus. «Da muss man drum kämpfen, da muss man mit ihm Gespräche führen», riet er der Bayern-Führung: «Kuscheln mit Beratern ist nicht so einfach, aber hin und wieder ist es trotzdem hilfreich.»

Kroos, Alaba und Ancelotti: Wichtige Bayern-Rollen

Rummenigge kann sich gut vorstellen, dass Toni Kroos seine «außergewöhnliche Karriere» auch über das Ende seines aktuellen Vertrags bei Real Madrid fortsetzt. «Der Vertrag läuft in einem Jahr aus, aber das muss ja nicht unbedingt bedeuten, dass er in einem Jahr aufhört», sagte Rummenigge.

Gerade der Club Real Madrid, mit dem Kroos (32) am Samstag und als Profi zum insgesamt fünften Mal die Champions League gewonnen hat, arbeite mit älteren Spielern länger zusammen wie man bei Luka Modric (36) sehe. Was Kroos nach der Karriere mache, könne er nicht prognostizieren, sagte Rummenigge. «Ich glaube, es wäre schön, wenn er im Fußball bleibt.» Kroos war 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid gewechselt.

Rummenigge freute sich über den Erfolg im Finale für Kroos, David Alaba und Carlo Ancelotti, die als Spieler und Trainer eine Bayern-Vergangenheit haben. «Die drei haben eine wichtige Rolle bei uns gespielt», sagte Rummenigge. Ancelotti musste im September 2017 vorzeitig aus München gehen, Alaba verließ die Bayern im vergangenen Sommer ablösefrei.

Kroos hätte mit seinem Wechsel vor acht Jahren letztlich «alles richtig gemacht, aber Bayern hat auch nicht alles falsch gemacht», sagte der langjährige Münchner Vorstandsvorsitzende und erinnerte an die Ablöse von geschätzten 25 Millionen. Den Wechsel von Alaba bedauere er sehr. Er sei der «Boss der Defensive» gewesen, dieser Part Alaba fehle dem FC Bayern.

© dpa

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