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Eintracht jubelt nach wildem Start bei der TSG

Frankfurt siegt auch ohne Mario Götze und Kevin Trapp erstmals in dieser Saison in der Fremde. Beim 3:1 gegen Hoffenheim stehen auch die Torhüter im Fokus - und bereiten sogar selbst Treffer vor.
1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt
Frankfurts Ansgar Knauff dreht mit seinem 2:1 die Partie und leitet den Sieg der Eintracht ein. © Uwe Anspach/dpa

Eintracht Frankfurt hat den ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga eingefahren und den Traumstartern der TSG 1899 Hoffenheim einen Dämpfer verpasst.

Die Hessen gewannen bei den Kraichgauern mit 3:1 (3:1) und schoben sich in der Tabelle bis auf zwei Punkte an das Team von TSG-Trainer Pellegrino Matarazzo heran. Für Matarazzo war es das 100. Spiel als Bundesliga-Coach.

Maximilian Beier brachte die Hoffenheimer, die mit 15 Zählern aus den vorherigen sieben Partien den besten Bundesliga-Start ihrer Clubhistorie hingelegt haben, schon in der dritten Minute in Führung. Der starke Omar Marmoush (11.), Ansgar Knauff (23.) und Ellyes Skhiri (45.+3) drehten das zunächst spektakuläre, nach der Pause dann aber recht chancenarme Spiel zugunsten der Gäste.

Wilder Beginn

Beide Teams boten den 30.150 Zuschauern in der ersten Halbzeit beste Unterhaltung. In einer wilden Anfangsphase standen die Torhüter im Fokus - und bereiteten kurioserweise sogar jeweils einen Treffer vor. Erst sorgte Beier nach einem weiten Schlag von TSG-Keeper Oliver Baumann für die frühe Führung der Gastgeber, dann traf Marmoush auf der Gegenseite nach einem langen Ball von Frankfurts Schlussmann Jens Grahl. Dieser ersetzte Nationaltorwart Kevin Trapp, der mit Rückenproblemen von der Amerika-Reise der DFB-Elf zurückgekehrt war und kurzfristig nicht spielen konnte.

Die Partie blieb temporeich und intensiv. Besonders der quirlige Marmoush war ein ständiger Unruheherd und ließ Hoffenheims Verteidiger John Anthony Brooks bei mehreren Dribblings schlecht aussehen. In der 19. Minute scheiterte der Ägypter per Kopf am stark reagierenden Baumann, kurz später grätschte Knauff die Kugel nach Vorarbeit des ebenfalls auffälligen Fares Chaibi zum 1:2 über die Linie. Die Frankfurter, bei denen Mario Götze wegen der Geburt seines zweiten Kindes nicht im Kader stand, versuchten direkt nachzulegen. Doch auch die TSG bekam weiter ihre Chancen.

Skhiri mit der Entscheidung

Nach knapp einer halben Stunde hatte Grischa Prömel die große Gelegenheit zum 2:2, setzte den Ball aber rechts neben das Tor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kombinierten sich die Hessen nach einem Ballverlust von TSG-Verteidiger Pavel Kaderabek dann noch mal nach vorne - und Skhiri traf aus spitzem Winkel zum 1:3.

TSG-Coach Matarazzo reagierte zur Pause und brachte Kevin Akpoguma anstelle von Brooks, um die Defensive zu stabilisieren. Die Eintracht, die in der Conference League am Donnerstag auf HJK Helsinki trifft, suchte nun aber ohnehin nicht mehr so sehr den Weg nach vorne. Stattdessen prüfte Robert Skov auf der anderen Seite Frankfurts Keeper Grahl mit einem wuchtigen Freistoß (59.). In der Folge ließ die Eintracht so gut wie nichts mehr anbrennen.

© dpa ⁄ Christoph Lother und Anne Stein, dpa
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