Unions Schatten-Thema Kruse: «Niemand kann das beantworten»

06.02.2022 Wer wird der neue Max Kruse bei Union Berlin? Und will es überhaupt einer sein? Gleich in Spiel eins ohne den Offensiv-Dirigenten patzen die Berliner. Wird das Schatten-Thema zur Dauer-Debatte?

Wechselte von Union zu Wolfsburg: Max Kruse. © Sören Stache/dpa/Archiv

Vielleicht wird Urs Fischer bis zum Saisonende gar nicht mehr nach Max Kruse gefragt. Dann wäre das Thema für den 1. FC Union Berlin zumindest öffentlich durch.

Nach dem ersten Ausrutscher gleich im ersten Spiel ohne den als «Unterschiedsspieler» gelobten früheren Fußball-Nationalspieler ist das aber unwahrscheinlich.

«Ich kann das nicht beantworten, niemand kann das beantworten. Du würdest nur eine Vermutung äußern», meinte Trainer Fischer nach dem 0:2 (0:1) am Samstag beim FC Augsburg auf die Frage, wie sehr Kruse gefehlt habe. «Wir hatten unsere Möglichkeiten, nur waren wir nicht effizient genug. Es bringt nix mehr, über Max zu diskutieren, weil er einfach nicht mehr bei uns ist.»

Kruse bleibt Thema

Kruse ist weg, der Offensivspieler hat beim VfL Wolfsburg einen hoch dotierten und langfristigen Vertrag unterschrieben. Union wiederum hat nochmal eine Millionen-Ablöse bekommen, wird Kruse aber erstmal auch nicht los - zumindest als Schatten-Thema. «Das weiß ich nicht, das hängt von Ihnen ab. Stellen Sie mir die Frage nicht mehr», antwortete Fischer auf die Frage, ob die Debatte um den 33-Jährigen den Verein bis Saisonende begleiten werde.

Union ist auch nach dem 21. Spieltag sensationeller Tabellenvierter. Das liegt nicht nur an Kruse und seinen elf Scorerpunkten - aber auch. «Max Kruse ist der Spieler, der den Unterschied ausmachen kann», meinte auch Augsburgs Manager Stefan Reuter und lobte Kruses «Gespür für Räume. Er liest das Spiel richtig gut und dirigiert die Mannschaft.» Solche Qualitäten fehlten Union in Augsburg.

Taiwo Awoniyi ersetzte nach dem Aus mit Nigeria beim Afrika-Cup Kruse in der Startelf. Der 24-Jährige ist aber ein anderer Spielertyp - genauso wie auch Sven Michel. Die Berliner haben den 31-Jährigen kurzfristig vom SC Paderborn verpflichtet.

Fischer muss umbauen

«Für mich sind das keine Fußstapfen, in die ich trete. Max Kruse ist Max Kruse, ich bin Sven Michel», stellte der Angreifer nach seinem ersten Schnuppereinsatz schon mal klar. «Wir sind eine ganz andere Art von Fußballer. Klar ist er ein Riesenkicker, ich versuche mich aber nicht mit ihm zu messen.»

Fischer bemängelte in der Offensive, dass «diese Kaltschnäuzigkeit, diese Effizienz» gefehlt habe. Dafür versucht der Schweizer, ohne Kruse «eine neue Lösung hinzubekommen.» Michel soll Teil davon werden. Rund 30 Minuten durfte der bisherige Zweitligakicker ran und hatte kurz nach seiner Einwechslung gleich einen gefährlichen Distanzschuss (65. Minute).

«Ich empfand es als gute 30 Minuten, natürlich fehlt noch ein bisschen die Bindung», urteilte Fischer. «Die Minuten, die er heute bekommen hat, tun ihm gut für die Zukunft.»

Fischer hätte auch sicher nichts dagegen, wenn sich das Thema Kruse in den nächsten Wochen und Monaten auflöst. Die Mannschaft dürfte das genauso sehen. «Es hat gar keiner gefehlt. Wir sind nicht an unser Leistungsniveau gekommen», meinte der vor dem 0:1 patzende Torwart Andreas Luthe. Und Kapitän Christopher Trimmel sagte nach Spiel eins ohne Kruse: «Natürlich hat Max eine ganz besondere Qualität, das weiß jeder. Er ist ein Unterschiedsspieler. Ich glaube, wir können es als Mannschaft auffangen.»

© dpa

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