Union-Präsident Zingler kritisiert DFL wegen Derby-Ansetzung

Das Berliner Derby findet bereits am ersten Bundesliga-Spieltag statt. Das findet Union-Boss Dirk Zingler schlecht. Den Aufschwung der Eisernen beschreibt der Club-Chef weiter als außerordentlich.
Findet die frühe Ansetzung des Berlin-Derbys nicht gut: Union-Präsident Dirk Zingler. © Andreas Gora/dpa

Union Berlins Präsident Dirk Zingler (57) hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) für die Ansetzung des Derbys gegen Hertha BSC gleich am ersten Bundesliga-Spieltag kritisiert.

«Derbys haben immer einen Alleinstellungscharakter. Sie sind etwas Besonderes im Spielplan. Jetzt hat man es auf den ersten Spieltag gelegt – das ist schlecht von der Liga», sagte Zingler im Trainingslager der Eisernen in Österreich.

Der 1. FC Union Berlin empfängt den Lokalrivalen am 6. August (15.30 Uhr/Sky) im Stadion an der Alten Försterei. Das Rückspiel im Olympiastadion ist für den 18. Spieltag am Wochenende vom 28. bis 30. Januar 2023 terminiert. Bisher hatten die Berliner Bundesliga-Derbys mitten in der Saison - meist im November und April - stattgefunden.

«Ich hätte mir das Derby später gewünscht. Zum einen bereitet man sich auf den ersten Spieltag und den Beginn der Saison vor. Dann freut man sich im Laufe der Spielzeit auch auf das Derby. Jetzt ist es im Grunde genommen in einen Vorgang gepackt worden. Ich hätte es mir anders gewünscht – irgendwo in der Mitte, also auf keinen Fall auf den ersten Spieltag», monierte Zingler.

Zweimal Derby-Sieger in der Vorsaison

In der vergangenen Saison hatte Union beide Bundesliga-Duelle (2:0/4:1) und das Pokal-Achtelfinale (3:2) gegen den Lokalrivalen gewonnen und hatte die Spielzeit sensationell auf dem fünften Platz abgeschlossen. «Wir geben mit am wenigsten für einen Punkt aus. Wir spielen im kleinsten Stadion der Liga. Wir bringen die Konstruktion zum Einstürzen. Wir erreichen etwas in Berlin, was bisher nicht gelungen ist. Da werden woanders Fragen gestellt», sagte Zingler zum Vergleich mit der teils deutlich finanzkräftigeren Konkurrenz.

«Ich bin froh, dass wir vor Wolfsburg und Hoffenheim gelandet sind. Das muss man sich mal vorstellen. Das ist Wahnsinn. Deshalb verstehe ich den Ärger dort», fügte der Berliner Unternehmer an. «Wenn ich unsere Mittel, unsere Etats und die Ausgaben pro Punkt betrachte, ist der Ertrag für uns wie die der Gewinn der deutschen Meisterschaft», meinte Zingler.

© dpa
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