Salihamidzic erwartet nach WM keine «großen Transfers»

Im Sommer schlug der FC Bayern groß auf dem Transfermarkt zu, holte für rund 140 Millionen Euro neue Stars. Bringt die WM-Bühne in diesem Jahr ungewöhnliche Bewegung im Winter?
Der Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München: Hasan Salihamidzic. © Sven Hoppe/dpa

Sportvorstand Hasan Salihamidzic vom FC Bayern München erwartet im Anschluss an die WM in Katar keine großen Transfers.

«Ich bin nicht der größte Freund von Transfers im Januar, weil ich die Planungen für eine Saison normalerweise im Sommer abgeschlossen habe. Aber natürlich werden wir die WM sehr genau verfolgen», sagte der 45-Jährige im Mitgliedermagazin «51». «An große Transfers glaube ich nicht - ich hoffe vor allem, dass unsere vielen Spieler gesund und verletzungsfrei durchs Turnier kommen.»

Im Sommer hatten die Münchner ihre Mannschaft für rund 140 Millionen Euro aufgerüstet. Weltmeisterschaften bringen als Bühne oftmals größere Bewegungen auf dem Transfermarkt mit sich. In diesem Jahr findet die WM zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt statt, vom 20. November bis 18. Dezember. Weiter geht es für die Münchner am 20. Januar mit einem Auswärtsspiel gegen RB Leipzig.

Bayern mit fünf Punkten Rückstand auf Union

Aktuell geht der Fokus beim deutschen Fußball-Rekordmeister aber auf das Bundesliga-Spiel am Freitag gegen Bayer Leverkusen. Das Münchner Ensemble von Trainer Julian Nagelsmann braucht als Tabellenfünfter und mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Union Berlin nach vier sieglosen Spielern wieder einen Dreier.

«Das Wichtigste ist, ein gutes Fundament zu haben, auf dem alles stabil steht und nichts wackelt, wenn es Gegenwind gibt. Gegenwind musst du beim FC Bayern aushalten können», sagte Salihamidzic zu den grundsätzlichen Anforderungen, eine stabile Mannschaft zusammenzustellen.

Dabei wies er auf die wichtige Rolle des Trainers hin. «Jeder dieser Top-Profis möchte immer spielen. Das alles so in die Waage zu bringen, dass jeder zufrieden ist, aber trotzdem ein gesunder Konkurrenzkampf herrscht, ist eine große Herausforderung. Wir wollen die Fans mit attraktivem Fußball begeistern - und gewinnen müssen wir am Ende auch noch, sagte er. «Und dass bei 20 ambitionierten Spielern drei, vier dabei sind, die nicht zum Zug kommen und deshalb unzufrieden sein könnten, ist völlig normal. Es ist sehr wichtig, vor allem für den Trainer, das richtig zu moderieren, denn im Frühjahr müssen alle in Top-Form sein.»

© dpa
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