Salihamidzic: Unsachliche und persönliche Kritik tat weh

Bayern Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic macht sich derzeit keine Gedanken über seinen im Sommer 2023 in München auslaufenden Vertrag. «Was meine Zukunft anbelangt, bin ich entspannt», sagte der 45-Jährige im Interview der «Süddeutschen Zeitung».
Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic freut sich über den Imagewandel durch Top-Transfers. © Hendrik Schmidt/dpa

Er glaube, dass er mit dem Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn und Clubchef Herbert Hainer «inzwischen ein sehr gutes Team bilde».

Der in der Vergangenheit auch für seine Transfer-Politik kritisierte frühere Fußball-Profi freut sich nach den Top-Zugängen in diesem Sommer mit Sadio Mané an der Spitze über einen Imagewandel. «Es ging mir und geht mir immer um den FC Bayern. Es war mir wichtig, dass wir die Mannschaft so verstärken, dass sie in Europas Spitze mitspielen kann», sagte Salihamidzic. »Aber natürlich freut mich, wie es sich entwickelt hat.»

Der Funktionär gab zu: «Der Teil der Kritik, der unsachlich und persönlich motiviert war, hat schon wehgetan.» Ans Aufhören habe er aber nicht gedacht. «So weit war es nicht, nein. Wir haben insgesamt plötzlich kein gutes Bild mehr abgegeben.» Das sei nun anders: «Die Stimmung hat sich gedreht.» Nach den ersten Reaktionen habe man gemerkt: «Der Name Mané wird einen Wow-Effekt haben.»

Der vom FC Liverpool gewechselte Mané hatte Ende Juni einen Dreijahresvertrag an der Isar unterschrieben. Der Senegalese gilt neben dem niederländischen Abwehrchef Matthijs de Ligt, der von Juventus Turin kam, als der neue Star im Team des deutschen Rekordmeisters. Salihamidzic sagte, dass er in der Vergangenheit «ja oft der Böse gewesen» sei, wenn es um den Umbau der Mannschaft gegangen sei.

Von Juli 2017 an war Salihamidzic zunächst Bayern-Sportdirektor, drei Jahre später wurde er zum Sportvorstand berufen. «Die Anfangszeit hier war nicht leicht, ich musste erst mal meinen Platz zwischen Kalle Rummenigge und Uli Hoeneß finden. Der Umbau der Mannschaft war kompliziert, dann kam die Pandemie. Das alles war Teil eines Wachstumsprozesses.»

© dpa
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