Gladbach hofft auf Plea-Effekt - Guter Einstand für Farke

06.08.2022 Der Auftaktsieg tut gut, vor allem in Hinsicht auf die weitere personelle Ausrichtung. Gladbach möchte seine Spieler halten, da hilft der 3:1-Erfolg gegen dezimierte Hoffenheimer.

Gladbachs Marcus Thuram (M) trifft gegen Hoffenheims Ozan Kabak (l) und Torhüter Oliver Baumann zum 2:1. © Marius Becker/dpa

Nach dem perfekten Bundesliga-Einstand hofft Borussia Mönchengladbachs Trainer Daniel Farke nun auf den Plea-Effekt.

Der Franzose hatte einen Tag vor dem 3:1 (1:1)-Auftaktsieg gegen die TSG Hoffenheim seinen 2023 auslaufenden Vertrag verlängert und somit ein wichtiges Zeichen gesetzt. Zudem zeigte der Offensivspieler zum Saisonauftakt eine starke Leistung und könnte mit der Vertragsverlängerung ein Signal an weitere Spieler gegeben haben. «Wir haben ein gute Mannschaft und wollen versuchen, dass weitere Schlüsselspieler bleiben. Das ist nicht einfach, da muss man Geduld haben», sagte Farke.

Gladbacher Sieg ein wichtiges Zeichen

Gladbachs neuer Chefcoach hat die Aufbruchstimmung mit in die Saison genommen und gezeigt, dass diese Mannschaft auch gute Leistungen zeigen kann. Das Beispiel Alassane Plea zeige, was im Borussia-Park bewegt werden könne. «Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und welche Wertigkeit er hat, konnte er heute zeigen», befand sein Trainer nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit überzeugenden Vorstellung.

Auch die Mitspieler wissen um die Stärke des 2018 für 23 Millionen Euro verpflichteten Franzosen. «Er ist enorm wichtig. Mit seinen Qualitäten kann er den Unterschied machen», sagte Torhüter Yann Sommer, der selbst zu den umworbenen Profis mit auslaufendem Vertrag zählt. Auch Ramy Bensebaini, der Linksverteidiger, der mit einem Fallrückzieher den 1:1-Ausgleich erzielen konnte, und vor allem Marcus Thuram, der an seinem 25. Geburtstag mit seinem Treffer den Sieg einleitete, würde der Verein über den 30. Juni 2023 hinaus gerne halten. Sommer sagte, er sei derzeit mit dem Club in «sehr offenen» Gesprächen.

Früher Platzverweis für Hoffenheimer Posch

Bei ihrem Auftaktsieg gegen die Kraichgauer, die am 34. Spieltag der vergangenen Saison noch mit 5:1 bezwungen wurden, profitierten die Gladbacher vor allem von der Gelb-Roten Karte gegen Stefan Posch. «Das hat uns natürlich in die Karten gespielt», befand Torhüter Sommer.

Allerdings kamen die Gäste kurz darauf durch Robert Skov sogar zum Führungstreffer. «Bis dahin war alles in Ordnung. Wir haben viel wegverteidigt. Von daher ist es natürlich ärgerlich, dass wir verloren haben», sagte Hoffenheims Abwehrspieler Kevin Vogt nach dem ersten Bundesligaspiel unter dem neuen Chefcoach Andre Breitenreiter. Der neue Hoffenheimer Coach verlor damit sein siebtes von acht Spielen gegen Borussia Mönchengladbach.

Farke war erleichtert mit dem ersten Punkte-Dreier und dem zuvor geschafften Einzug in die nächste Pokalhauptrunde. «Die Erwartungshaltung war schon groß. Wir haben auch nervös angefangen. Aber das war insgesamt schon eine gute Vorstellung», sagte der 45-Jährige.

© dpa

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