Mann fällt beim Rasenmähen in tiefes Erdloch und stirbt

04.07.2022 Etwa sechs Meter tief und einen Meter breit ist das Loch im Garten, aus dem ein Mann in Bad Sulza, der gerade seinen Rasen mähte, nur noch tot geborgen werden konnte. Die Ursachensuche läuft.

Ein Grundstück ist mit einem Band der Feuerwehr abgesperrt. © Bodo Schackow/dpa

Bei einem möglichen plötzlichen Erdfall in Bad Sulza (Weimarer Land) in Thüringen ist ein Mann, der gerade seinen Rasen mähte, in ein Loch gestürzt und gestorben. Die Ursache für das etwa sechs Meter tiefe und ein Meter breite Loch bleibt offen. «Im Moment können wir leider zur Ursache des Ereignisses noch nichts sagen», sagte der Präsident des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, am Montagabend. Mitarbeiter seien zeitnah nach dem Unglück vor Ort gewesen, um zu prüfen, wie es dazu kommen konnte. Am Dienstag soll die Ursachenforschung weitergehen.

Ob der Mann am Montag mitgerissen wurde, als sich die Erde in dem Garten der Pension plötzlich auftat oder ob er beim genaueren Hinsehen in das rund sechs Meter tiefe Loch stürzte, sei noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher. Seine Frau habe den 62-Jährigen gesucht und nur noch den Rasenmäher und ein Loch im Garten vorgefunden. Rettungskräfte konnten den Mann nur noch tot aus dem Loch bergen.

Die Erde habe auch während der Rettungsmaßnahmen stetig nachgegeben, sagte der Polizeisprecher. Könnte es zu weiteren Erdfällen in der Region kommen? «Die Sorge besteht auf jeden Fall.» Rund um die Einsturzstelle wurde am Montag weitläufig in einem Radius von gut 50 Metern abgesperrt.

Ob es sich tatsächlich um einen Erdfall handelt oder um einen sogenannten Tagesbruch, der von einem Altbergbau herrührt, bleibe nun zu prüfen, sagte TLUBN-Präsident Suckert. Bei Erdfällen handelt es sich um natürliche Ereignisse, die insbesondere durch wasserlösliche Gesteinsschichten entstehen. Diese lösen sich auf und darüber liegende, nicht wasserlösliche Gesteinsschichten brechen in den entstandenen Hohlraum ein. In Thüringen kommt das etwa 20 Mal im Jahr vor; in diesem Jahr bereits sieben Mal.

Tagesbrüche hingegen entstehen meist durch Einsturz von unverfüllten Altbergwerkstollen im Untergrund, die dann bis zur Erdoberfläche durchbrechen, und sind nach Angaben des TLUBN eher selten.

© dpa

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