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Weidetiere bei Wolfsangriff getötet - «Hatten wir noch nie»

Wohl gleich mehrere Wölfe sind im Landkreis Gotha auf eine Herde Schafe und Ziegen losgegangen. Es gab etliche Opfer - und das trotz Schutzzauns und Hütehunden. Wie konnte das passieren?
Wolf
Ein Wolf läuft durch ein Freigehege in einem Wildpark. © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Etliche Schafe und Ziegen sind einem Wolfsangriff bei Drei Gleichen (Landkreis Gotha) zum Opfer gefallen. Der Thüringer Bauernverband sprach am Montag von 25 getöteten Tieren. 11 weitere seien durch den Stress in der betroffenen Herde verendet. «Eine solche Attacke hatten wir noch nie», sagte ein Sprecher. Mehrere Tiere seien komplett aufgefressen worden. Mit Folgeschäden in Form von Totgeburten sei zu rechnen.

Das Thüringer Umweltministerium sprach von einem größeren Wolfsangriff Ende November. Vermutlich seien mehrere Wölfe beteiligt gewesen. Am selben Tag seien mit dem Schäfer vor Ort acht tote und acht verletzte Tiere erfasst worden. Am Montag habe es eine Nachmeldung gegeben, darüber sei das Kompetenzzentrum noch mit dem betroffenen Betrieb im Austausch.

Schutzzaun oder nicht?

Der Bauernverband beklagte, dass der Angriff trotz des erforderlichen Weidezauns und Herdenschutzhunden erfolgt sei. Das zeige, dass Wölfe auch umfangreichste Schutzmaßnahmen überwinden könnten. Nach Angaben des Umweltministeriums deuten aber Spuren darauf hin, dass eine Rotte Wildschweine den Zaun kurz vor dem Angriff zerstört haben könnte. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Umweltminister der Länder auf einen schnelleren Abschuss von problematischen Wölfen verständigt, die Schutzzäune überwunden und Nutztiere gerissen haben.

Zu dem Angriff in Drei Gleichen sagte Thüringens Umweltstaatssekretär Burkhard Vogel, man müsse sich den Fall genau anschauen: «Vermutlich war der optimale Herdenschutz nicht gegeben und deshalb dieser Angriff möglich.» Generell brauche es bundesweit nachvollziehbare Standards für den Umgang mit Wölfen, die Schutzzäune überwinden. «Wir setzen uns in diesen Fällen für einen schnelleren Abschuss ein.»

© dpa
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