Verband: Auftragdelle in Thüringer Bauwirtschaft

Die Thüringer Bauwirtschaft hat in den ersten Monaten dieses Jahres eine gesunkene Nachfrage gespürt. Von Januar bis März seien die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent auf rund 528 Millionen Euro geschrumpft, teilte der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen am Donnerstag mit. Hohe Material- und Energiekosten sowie steigende Finanzierungszinsen hätten sich bemerkbar gemacht.
Arbeiter stehen auf einer Baustelle eines Wohngebäudes. © Soeren Stache/dpa-zentralbild/dpa/Symbolbild

Dramatisch sei die Lage im Wohnungsbau, hieß es. Dort seien die Auftragseingänge im ersten Quartal um knapp 32 Prozent auf 42,7 Millionen Euro zurückgegangen.

Auch die Umsätze der Thüringer Bauunternehmen seien gesunken. Die Erlöse lagen im ersten Quartal bei rund 429 Millionen Euro und damit 2,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. «Die Kapazitäten bei den Bauunternehmen sind da», sagte Hauptgeschäftsführer Burkhard Siebert. «Aber die politischen und administrative Spielräume, der negativen Entwicklung etwas entgegenzusetzen, schwinden.» Die Chancen, eine Trendwende im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau zu erreichen, seien beinahe vertan.

Der Verband vertritt nach eigenen Angaben in beiden Bundesländern rund 200 Unternehmen, davon haben 60 Firmen ihren Sitz in Thüringen. Im März zählte das Thüringer Bauhauptgewerbe nach Statistischen Angaben 14.300 Beschäftigte. Die Mitarbeiterzahl blieb damit im Vergleich zum Vorjahresmonat stabil.

© dpa
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