Lage entspannt sich nach Großbrand in Bothenheilingen leicht

Ein Ortskern, der in Trümmern liegt: Dieses Bild bot sich am Dienstag im kleinen Dorf Bothenheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis. Noch sind die Überreste zu heiß, als dass die Brandursachenermittler ihr Arbeit aufnehmen könnten.
Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Nach dem Feuer und einer Gasexplosion in der kleinen Gemeinde Bothenheilingen im Unstrut-Hainich-Kreis hat sich die Lage am Dienstag etwas entspannt. Wegen des Funds einer weiteren Gasflasche in einem Wohnhaus mussten am Montagabend etwa 30 Menschen ihre Häuser verlassen und die Nacht bei Verwandten, Freunden oder in einer Turnhalle verbringen, wie die Polizei mitteilte. Nachdem die Gasflasche in einem Wasserbassin heruntergekühlt worden und das Acetylen ausgetreten war, konnten erste Anwohner am Dienstag in ihre Wohnungen zurückkehren.

Nachdem die Feuerwehren noch die ganze Nacht über gegen das Feuer angekämpft hatten, mussten am Morgen nur noch kleinere Glutnester gelöscht werden. Im Laufe des Vormittags konnten die Löscharbeiten schließlich beendet werden. Am Dienstag wollten Brandursachenermittler der Kriminalpolizei in dem zur Stadt Nottertal-Heilinger Höhen gehörenden 450-Einwohner-Dorf ihre Arbeit aufnehmen. Doch es war dazu am Ort des Brandes noch zu heiß.

Der Brand und die Explosion einer ersten Gasflasche hatten am Montag für massive Zerstörungen gesorgt. Zunächst war ein Vierseitenhof, in dem auch eine Tischlerei untergebracht war, bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Als Ursache wird eine Verpuffung in dem Betrieb vermutet, sagte die Polizeisprecherin.

Der dadurch entstandene Funkenflug könnte auch ursächlich für den zweiten Brandausbruch eine Stunde später gewesen sein. Bei der Explosion einer Gasflasche ging dabei ein etwa 200 Meter entferntes Mehrfamilienhaus in Flammen auf. Der Schaden wird derzeit auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Wie es hieß, gab es mehrere Leichtverletzte, darunter auch Feuerwehrleute.

Der Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises, Harald Zanker (SPD), bedankte sich am Dienstag bei den eingesetzten Kräften. An der Brandbekämpfung seien neben Freiwillige Feuerwehren aus dem Unstrut-Hainich-Kreis auch Feuerwehrleute aus dem Eichsfeld, dem Landkreis Nordhausen, dem Kyffhäuserkreis, den Landkreisen Gotha und Erfurt sowie Mitarbeiter des Rettungsdienstes, der Notfallseelsorge und dem Sanitäts- und Betreuungszug beteiligt gewesen. Zanker erwähnte auch die Mitglieder des Technischen Hilfswerks aus Heiligenstadt und Sondershausen und die vielen Polizisten, die für Sicherheit sorgten.

Zankers Dank galt auch «den vielen freiwilligen Helfern, die unermüdlich Wasser transportiert haben, bei der Beräumung halfen und noch helfen und all denen, die nicht gefragt haben, sondern uns einfach vor Ort unterstützten.» Einige der Rettungskräfte hatten wegen der großen Hitze am Brandort mit Kreislaufproblemen zu kämpfen.

© dpa
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