Finanzspritze bei Reperatur von Elektrogeräten kommt wieder

21.05.2022 Weniger Elektroschrott: Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr soll es in Thüringen wieder staatliche Zuschüsse geben, wenn Elektrogeräte repariert werden. Es gibt dabei zwei Neuerungen.

Ausrangierte Haushaltsgeräte und andere Elektrogeräte liegen in einem Sammelbehälter. © Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Neustart für ein Thüringer Sonderprogramm zum Reparieren von Elektrogeräten: Von Ende Mai an sollen Verbraucher im Freistaat wieder einen staatlichen Zuschuss beantragen können, wenn sie Elektrogeräte reparieren lassen, statt sie zu verschrotten. Der Start der Neuauflage des Programms «Reparaturbonus» sei für den 31. Mai geplant, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums auf Anfrage. Erst dann könnten auch Anträge gestellt werden.

Erstattet werden könne Verbrauchern auf Antrag die Hälfte der Reparaturkosten bis zu einem maximalen Zuschuss von 100 Euro im Jahr. Thüringen war bundesweit Vorreiter bei dem Angebot, das im vergangenen Jahr erstmals vom Umweltministerium aufgelegt wurde. Mit dem Bonus würden Menschen unterstützt, die gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel schonen wollten, hatte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) das Programm begründet.

Es gebe inzwischen Interesse und Nachfragen zu dem Reparaturbonus aus anderen Bundesländern und einigen großen Städten, sagte der Ministeriumssprecher. Seines Wissens nach führte Österreich als erstes EU-Land einen landesweiten Zuschuss für Reparaturkosten ein.

Das Ministerium arbeitet bei dem Förderprogramm mit der Verbraucherzentrale Thüringen zusammen, die die Anträge der Bürger bearbeitet. 2022 gebe es zwei Neuerungen: Das sei eine rein digitale Abwicklung der Anträge mit den nötigen Belegen. Zudem sollen so bezeichnete Reparatur-Cafés einbezogen werden, von denen es inzwischen einige in Thüringen gebe.

2021 hatten etwa 7000 Thüringer den Bonus für die Reparatur kaputter Elektrogeräte laut Ministerium innerhalb von vier Monaten beantragt. Das Budget des Ministeriums war danach ausgeschöpft. Vor allem Handys, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen landeten dadurch nicht auf dem Müll.

© dpa

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