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Trickbetrüger: Wieder viele Fälle in Thüringen

Sie bauen Drohszenarien auf und setzen ihre Opfer unter Druck: Betrüger geben sich am Telefon als Verwandte in Not oder als Polizisten aus, um an Geld und Wertgegenstände zu gelangen. Eine Masche ist aber scheinbar nicht mehr so beliebt.
Smartphone
Eine Frau hält ein Smartphone in den Händen. © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Schon in vielen hunderten Fällen haben Kriminelle in diesem Jahr versucht, per Telefon Menschen in Thüringen um ihr Geld zu bringen. Von Januar bis einschließlich August hat das Landeskriminalamt (LKA) 2805 Fällen von Telefontrickbetrug erfasst. «Das sind so viele wie im gesamten Jahr 2021 und circa genauso viele wie im Vorjahreszeitraum», teilte die LKA-Sprecherin Sandra Frankenhäuser dazu mit. In mindestens 400 dieser Fälle seien die Betrüger auch erfolgreich gewesen: Sie machten Beute im Wert von mehr als zwei Millionen Euro.

Täter setzen auf Schockanrufe

Dabei hat sich die Zahl beliebter Maschen sehr unterschiedlich entwickelt: Beim sogenannten Enkeltrick wurden bis Ende August 1181 Fälle registriert - im gesamten Jahr 2022 waren es 879 Fälle gewesen. Eine verbreitete Variante des Enkeltricks seien Schockanrufe zu angeblichen tödlichen Unfällen, die durch nahe Angehörige verursacht worden sein sollen, sagte LKA-Sprecherin Frankenhäuser. Um eine angeblich drohende Haftstrafe abzuwenden, sollen die Angerufenen dann hohe Kautionssummen oder Wertgegenstände hinterlegen. Unter den Fällen aus dem Jahr 2022 waren demnach 695 «Unfall-Schockanrufe». 2023 wurden bis Ende August 1126 Schockanrufe gezählt.

Einen Rückgang scheint es dagegen bei der Variante «falscher Polizist» zu geben: Im vergangenen Jahr wurden 1261 dieser Fälle erfasst, in den ersten acht Monaten 2023 dagegen 214. Beim «falschen Polizisten» geben Kriminellen etwa vor, Polizisten zu sein und den Opfern bei einer vermeintlich drohenden Gefahr helfen zu wollen.

Täter nutzen nicht nur Anrufe

Inzwischen setzen die Betrüger auch auf WhatsApp: Versuchten die Täter 2022 in 1856 Fällen über den Messenger-Dienst Leute um ihr Geld zu bringen, waren es bis Ende August dieses Jahres 1145 Fälle. Schon seit Februar 2022 versuchten unbekannte Täter über WhatsApp massiv Bürger zu Überweisungen zu veranlassen, berichtete Frankenhäuser. Die Betrüger schickten Nachrichten, in denen sie vorgeben, Kinder, oder andere Angehörige der Opfer zu sein, aber eine neue Handynummer zu haben. Dann würden die Täter um dringende Überweisungen bitten.

Insbesondere Menschen älter als 60 Jahre seien die Zielgruppe der Betrüger. Vor allem meldeten sich Frauen (65 Prozent Anteil) bei der Polizei, dass sie solche Anrufe erhalten haben. Ein besonders schwerer Betrugsfall ereignete sich in Thüringen im Frühjahr: Im April warf eine 93-Jährige in Apolda 45 000 Euro aus dem Fenster, nachdem sie einen betrügerischen Anruf zu einem angeblichen Autounfall des Enkels erhalten hatte. Ein Unbekannter holte das aus dem Fenster geworfene Geld ab und verschwand damit.

© dpa
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