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Thüringer Krankenhausplan trotz Unsicherheiten verabschiedet

Auf Bundesebene wird derzeit um eine Klinikreform gerungen. In Thüringen sollen die Krankenhäuser aber schon jetzt möglichst viel Planungssicherheit bekommen. Nun stehen Leitlinien fest.
Gesundheitsministerin Heike Werner
Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) stellte den Krankenhausplan vor. (Archivbild) © Martin Schutt/dpa

Die Planungen für den Zuschnitt der Thüringer Krankenhauslandschaft in den nächsten Jahren haben eine weitere Hürde genommen. Das Kabinett stimmte dem mittlerweile achten Thüringer Krankenhausplan zu, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte. Er gilt bis zum Jahr 2030. «Die Krankenhäuser haben damit jetzt die nötige Klarheit», sagte die Ministerin. Es handle sich um Leitlinien für die weitere Planung.

Die Kernbotschaft für Patientinnen und Patienten sei, dass das Land alle Standorte in Thüringen erhalten und die medizinische Versorgung verbessern wolle, unterstrich Werner. Außerdem sei im Krankenhausplan ein Herzinfarktnetzwerk festgeschrieben. Das soll dazu beitragen, dass Herzinfarktpatienten künftig besser versorgt werden. 

Kooperation und Spezialisierung

Mit Blick auf die Krankenhausreform des Bundes machte Werner klar, dass die Kliniken künftig vermehrt auf Kooperationen, Zentralisierungen und Spezialisierungen setzen müssen. Hintergrund ist, dass die Reform die Einführung von medizinischen Leistungsgruppen an den Krankenhäusern vorsieht. Bisher wurde in Fachrichtungen geplant. 

In einem Gutachten für den Krankenhausplan waren Expertinnen und Experten zudem zu dem Schluss gekommen, dass 2900 von etwa 14 600 Krankenhausbetten ohne größere Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit abgebaut werden könnten.

Unklarheiten bleiben bestehen

Werner betonte, erst mit Klarheit über die Krankenhausreform des Bundes könne man sagen, wie genau die konkrete Weiterentwicklung der Kliniken aussehe. Auch seien wichtige Zahlen zur Bedarfsprognose erst vergangene Woche eingetroffen und müssten noch bewertet werden. Das Land habe sich dennoch entschlossen, den Krankenhausplan nun zu verabschieden und nicht wie andere Länder noch damit zu warten. Es gehe darum, den Häusern einen Zeitrahmen zu geben.

Der Vorstandsvorsitzende der AOK Plus, Rainer Striebel, lobte die Planung. Sie lege die richtigen Schwerpunkte mit dem Fokus auf Behandlungsqualität und Spezialisierung. «Nicht jedes Krankenhaus muss alles können.» 

 

 

 

© dpa
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