Vorlesungen wieder im Hörsaal: Sommersemester beginnt

01.04.2022 Viele Studierende haben Hörsäle und Seminarräume wegen Corona lange nicht von innen gesehen. Das soll sich im jetzt beginnenden Sommersemester ändern.

Blick in einen menschenleeren Hörsaal im Winter 2020. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach vielen Monaten Lehre via Internet können Studierende in Thüringen Vorlesungen wieder persönlich in den Hörsälen verfolgen. Mit dem Start ins Sommersemester am Freitag stellen die Hochschulen das Gros ihrer Lehrveranstaltungen auf Präsenz um. Angesichts hoher Corona-Zahlen arbeiten sie weiter mit Infektionsschutzkonzepten, die unter anderem Abstandsregelungen und teilweise auch das Gebot zum Maskentragen in Innenräumen enthalten. Vorlesungen und Seminare laufen schrittweise ab der kommenden Woche an, wobei in der Regel zunächst Begrüßungsveranstaltungen anstehen.

Wegen der aktuellen Pandemielage rechnen die Hochschulen zum Semesterstart mit Personalausfällen. Deswegen werde von Lehrkräften und Studierenden in den ersten Wochen maximale Flexibilität gefordert sein, prognostizierte eine Sprecherin der Universität Jena. Gerade in Jena war die Corona-Inzidenz zuletzt besonders hoch, sie lag teilweise über dem Wert von 3000.

An der Bauhaus-Universität Weimar können die Beschäftigten nach Angaben einer Sprecherin bis Mitte Juli von zu Hause aus arbeiten. Dies stehe im Einklang mit den aktuellen Handlungsempfehlungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, teilte eine Sprecherin mit. «Die für das Präsenzsemester notwendigen Kapazitäten vor Ort sind dabei zu gewährleisten», hieß es. Die Hörsäle dürften nur bis maximal zur Hälfte ausgelastet sein. An der Weimarer Musikhochschule gibt es keine Begrenzung der Personenzahl in den Räumen mehr, wie ein Sprecher mitteilte.

Die rot-rot-grüne Koalition war am Donnerstag im Landtag damit gescheitert, Thüringen zum Corona-Hotspot zu erklären und auf diesem Weg die Maskenpflicht in verschiedenen Bereichen zu verlängern. Damit müssen nun auch die Hochschulen umgehen. An der Universität Erfurt gilt nunmehr ein Maskengebot. «Wir bitten dringend darum», erläuterte eine Sprecherin. «Wenn die Maskenpflicht landesweit fällt — und das tut sie ja nun — haben wir keine rechtliche Grundlage mehr für eine Verpflichtung auf dem Campus.»

Auch an der Musikhochschule Weimar appelliert die Hochschulleitung an Studierende und Personal, bei nicht möglichem Mindestabstand weiterhin Maske zu tragen. An Thüringens größter Uni in Jena war auf Anfrage zunächst noch von einer Maskenpflicht in Innenräumen die Rede, wobei FFP2-Masken empfohlen werden.

© dpa

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