Gnauck neuer Bundesvorsitzender von AfD-Jugendorganisation

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Hannes Gnauck ist neuer Bundesvorsitzender der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative (JA). Der 31-Jährige aus Brandenburg wurde am Samstag auf dem JA-Bundeskongress im thüringischen Apolda gewählt, wie ein Parteisprecher mitteilte. Er habe 154 von 168 gültigen Stimmen erhalten. Gnauck folgt auf Amtsvorgänger Carlo Clemens, der nicht wieder antrat. Er ist ausgebildeter Fitnesskaufmann, war mehrere Jahre Zeitsoldat und nach eigenen Angaben im Afghanistan-Einsatz.
Auf einem AfD-Parteitag hängt ein Plakat mit dem Schriftzug «Alternative für Deutschland». © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Gnauck wurde im vergangenen Jahr erstmals in den Bundestag gewählt. Dort vertritt er die AfD im Verteidigungsausschuss. Das hatten Politiker anderer Parteien scharf kritisiert, weil wenige Monate vorher bekannt geworden war, dass der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr Gnauck als «Extremisten» eingestuft hatte. Der MAD geht unter anderem Informationen über mögliche verfassungsfeindliche Bestrebungen innerhalb der Truppe nach.

Gnauck hatte im Augst 2021 im Interview mit der «Märkischen Oderzeitung» gesagt, «Ja, der MAD stuft mich als Extremisten ein». Der MAD habe ihm «nahegelegt, aus der Jungen Alternative auszutreten», da sie als Verdachtsfall vom Verfassungsschutz beobachtet werde. Er habe sich dagegen entschieden und sich in den Landesvorstand wählen lassen.

Der Politiker wählt gern markige Worte. Nach der AfD-Demonstration gegen die Politik der Bundesregierung in der Energiekrise am vergangenen Samstag in Berlin schrieb er bei Twitter: «Ich werde sowohl im Deutschen Bundestag als auch auf der Straße für mein Volk kämpfen! Zieht euch warm an da oben, das war gerade nur der Anfang!»

Die Junge Alternative ist laut aktuellstem Verfassungsschutzbericht seit Anfang 2019 «Beobachtungsobjekt (Verdachtsfall)». Das heißt, der Inlandsgeheimdienst hat die Organisation im Visier, kann unter bestimmten Voraussetzungen Kommunikation überwachen, Informanten anwerben oder andere nachrichtendienstliche Mittel anwenden, um zu überprüfen, ob sich ein Verdacht auf verfassungsfeindliche Bestrebungen bestätigt.

© dpa
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