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Nur sehr wenig Süß- und Sauerkirschen aus Thüringer Anbau

Eine einzige Frostnacht hat Thüringens Obstbauern die Ernte in diesem Jahr fast verdorben. Jetzt liegen Zahlen dazu vor, wie groß der Schaden ist.
Eispanzer gegen Frostschäden
Eine Kirschblüte ist mit einer dicken Eisschicht überzogen. Die Bäume werden in der Nacht mit Wasser besprüht. Der Eispanzer soll dann die empfindlichen Blüten vor Frostschäden bewahren. Meteorologen haben für die nächsten vier Tage strenge Nachtfröste angekündigt. © Patrick Seeger/dpa

Mehr als zwei Drittel der Kirschernte in Thüringen ist in diesem Jahr einer kalten Nacht Ende April zum Opfer gefallen. «Eine vergleichbar geringe Kirschernte gab es zuletzt im Jahr 2002», erklärte das Statistische Landesamt am Montag nach Vorlage einer Ertragsprognose in Erfurt. Bei Süßkirschen werde ein Hektarertrag von nur 1,8 Tonnen erwartet. Das seien etwa 70 Prozent weniger als 2023 und im langjährigen Mittel. Bei Sauerkirschen liege der prognostizierte Ertrag bei 3,6 Tonnen je Hektar - ein Minus von mehr als 62 Prozent. Das Agrarministerium kündigte den Anbaubetrieben, bei denen nach Angaben ihrer Interessenvertretung sonst Insolvenzen drohen, eine Soforthilfe an.

Im schlechten Kirschjahr 2002 waren laut Landesamt immerhin je Hektar noch 2,2 Tonnen Süßkirschen und 4,3 Tonnen Sauerkirschen geerntet worden. In Thüringen gibt es vor allem in den Fahner Höhen bei Erfurt, um Kindelbrück, Schmölln und Jena größere Obstanbaugebiete.

Bei Süßkirschen ist für dieses Jahr nur eine Erntemenge von rund 500 Tonnen prognostiziert. Die im Ertrag stehende Anbaufläche belaufe sich auf 277 Hektar. Bei Sauerkirschen liege die Ertragsschätzung bei rund 580 Tonnen in diesem Jahr. Angebaut werden sie auf insgesamt 161 Hektar.

Thüringens Regierung sicherte den Obstbauern, die durch Nachtfrost am 23. April so hohe Ernteeinbußen haben wie seit mehr als 20 Jahren nicht, Unterstützung zu. In einem ersten Schritt sollen für die Betriebe zwei Millionen Euro aus der Landeskasse zur Verfügung gestellt werden, hatten Agrarministerin Susanna Karawanskij und Ministerpräsident Bodo Ramelow (beide Linke) Mitte Juni bei einem Besuch des Obstanbaugebietes Fahner Höhe in Gierstädt (Kreis Gotha) erklärt. Karawanskij sprach von einer Ad-hoc-Hilfe aus ihrem Etat. Die Thüringer Arbeitsgruppe Obstbau bezifferte den wirtschaftlichen Schaden für die Betriebe in Thüringen bei verschiedenen Obstsorten auf insgesamt etwa 7,3 Millionen Euro.

© dpa
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