Auf die Hummel, fertig, los: Zählen beim «Insektensommer»

05.08.2022 Interessierte können wieder eine Stunde lang in Gärten, Parks, auf Balkons und Wiesen oder im Wald die Welt der Sechsbeiner entdecken: Am Freitag ist auch in Thüringen die zweite Runde der diesjährigen bundesweiten Mitmachaktion «Insektensommer» des Naturschutzbunds (Nabu) gestartet. Beim Nabu-«Insektensommer» können Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 5. bis 14. August wieder beobachten und zählen. Die Beobachtungen sollen über eine kostenlose App oder ein Online-Formular gemeldet werden.

Tino Sauer von der Ortsgruppe Großfahner des Naturschutzbunds (Nabu) beobachtet Insekten. © Martin Schutt/dpa/Archivbild

Im August stehen besonders Hummeln im Fokus der Aktion: Die Entdeckungsfrage lautet «Kannst Du Hummeln am Hintern erkennen?». In Thüringen wird laut Ronald Bellstedt, dem Sprecher des Landesfachausschusses für Entomologie beim Nabu Thüringen, die Ackerhummel seit Jahren am häufigsten gesichtet. Am häufigsten kommen in Deutschland laut Nabu neben der Ackerhummel die Steinhummel und die Erdhummel vor.

Die Hummeln lassen sich unter anderem an der Spitze des Hinterteils - gelb-bräunlich, orange-rötlich, weiß-gräulich - unterscheiden, so die Nabu-Experten. Sie raten zu möglichst naturnahen und blütenreichen Balkons und Gärten, um die plüschigen Tiere zu unterstützen.

«Die Hummel ist eigentlich ein dankbares Thema», sagt Tino Sauer. «Die bewegen sich nicht so schnell. Es ist also ein sehr entspanntes Beobachten, das durchaus auch im Gartenstuhl oder auf der Bank sitzend stattfinden kann.» Der Vorsitzende der Nabu-Ortsgruppe Gotha hat in diesem Jahr jedoch selbst Probleme, die kleinen Brummer ausfindig zu machen. «Die Trockenheit schlägt voll durch - gerade im besiedelten Raum», sagt Sauer. Dass viele Blüten vertrocknet sind, erschwere den Hummeln deutlich spürbar die Nahrungssuche. «Sie müssen zu weit fliegen.»

Beim «Insektensommer» können Privatpersonen seit 2018 vor Ort vorkommende Insektenarten melden. In Thüringen gingen 2021 rund 300 Meldungen ein. Bundesweit hatten laut Nabu rund 13.000 Menschen ihre Beobachtungen gemeldet. Jedes Jahr gibt es jeweils eine Zählaktion im Juni und im August. Ziel ist dem Nabu zufolge unter anderem, mehr Daten zum Thema Artenvielfalt zu erhalten.

© dpa

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