Sächsische Unternehmen: Bessere Stimmung trotz Unsicherheit

Sorge und Unsischerheit der ostdeutschen Unternehmen sind groß. Trotzdem hat sich die Stimmung in den letzten Wochen leicht verbessert, zeigt eine Konjunkturumfrage des Ifo-Insituts.
Ein Baukran steht auf dem Gelände einer Industrieanlage. © Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

Mit Blick auf den kommenden Winter sind ostdeutsche Unternehmen zwar unsicher - dennoch hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vormonat leicht verbessert. Wie aus einer am Freitag in Dresden veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts hervorgeht, senkten die Unternehmen ihre Einschätzung zu laufenden Geschäften etwas. Gleichzeitig blickten sie im Oktober optimistischer auf die kommenden sechs Monate als noch im September. Vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, also beispielsweise dem Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, habe sich die Stimmung «kräftig erwärmt», hieß es.

Laut Ifo ist der Index für das Geschäftsklima innerhalb der regionalen Wirtschaft von 85,2 Punkten im September auf 86,2 Punkte im Oktober gestiegen. Wie im Verarbeitenden Gewerbe habe sich auch die Stimmung im Handel etwas bessert: Unternehmen schätzten laufende Geschäfte besser ein als noch im September und zeigten sich auch mit dem Blick auf die kommende Zeit wieder optimistischer.

Verschlechtert habe sich die Stimmung hingegen im ostdeutschen Dienstleistungssektor sowie im Bauhauptgewerbe. Die Einschätzung der Lage im Oktober sei in beiden Sektoren deutlich schlechter ausgefallen als noch im September. Während im Baugewerbe gleichzeitig auch die Geschäftserwartungen sanken, fielen sie im Dienstleistungssektor der Umfrage zufolge jedoch deutlich besser aus.

Trotz der leicht verbesserten Stimmung im Vergleich von September zu Oktober befinde sich der Geschäftsklimaindex jedoch weiter auf niedrigem Niveau, so die Einschätzung des Instituts. Auch eine ebenfalls am Freitag veröffentlichte Konjunkturumfrage der Sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHK) spiegelt die eher schlechte Stimmung der Unternehmen wider. Demnach seien die Einschätzungen der Unternehmen mit Blick auf das laufende und das in den nächsten Monaten kommende Geschäft im Jahresverlauf immer weiter gesunken. Vor allem der Blick in die Zukunft sorge für schlechte Stimmung bei den Unternehmen.

Demnach beurteilten nur noch 36 Prozent der Unternehmen die aktuelle Geschäftslage als gut. Dies ist nach Angaben der IHK der niedrigste Wert seit Beginn 2021. Eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage sei mit Ausnahme der Tourismuswirtschaft in allen Branchen zu verzeichnen. Auch rechne mehr als jedes zweite Unternehmen damit, dass sich diese Lage in den nächsten Monaten weiter verschlechtere.

Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts basiert auf rund 1700 monatlichen Meldungen von Unternehmen der verschiedenen Sektoren. Das 1949 gegründete Institut hat seinen Sitz in München und analysiert die deutsche Wirtschaft.

An der Erhebung des Geschäftsklimaindex der IHK beteiligten sich insgesamt 1622 Unternehmen aller Branchen. Insgesamt beschäftigen diese Unternehmen rund 81.000 Menschen.

© dpa
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