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Keine Trendumkehr beim Unterrichtsausfall

In Thüringen fällt immer wieder Unterricht aus - in diesem Schuljahr weniger als 2022/2023. Das geht aus einer aktuellen Statistik hervor. Doch das Problem des Lehrermangels bleibt.
Schule
Schülerinnen einer vierten Klasse nehmen am Unterricht teil. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Trotz leichter Verbesserungen beim Unterrichtsausfall sehen Thüringens Bildungsministerium und der Lehrerverband noch keine Trendumkehr. «Wir haben uns, was die Herbstzahlen angeht, leicht verbessert, sind aber noch lange nicht am Ziel», sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Einer neuen Erhebung des Ministeriums zufolge fielen in einer Septemberwoche an Thüringens Schulen 8,6 Prozent des Unterrichts aus. Die Daten wurden in einer Stichwoche vom 11. bis 15. September erhoben.

Im Schuljahr zuvor war der Wert schlechter: In einer Erhebungswoche im Herbst 2022 war fast jede zehnte Unterrichtsstunde an Thüringer Schulen ausgefallen.

Späte Krankheitswelle

Angesichts der leichten Verbesserung sei man zwar vorsichtig optimistisch, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums, es sei aber zu früh, um von einer Trendumkehr zu sprechen. Der Thüringer Lehrerverband (tlv) bewertete die Statistik ähnlich: «Einen positiven Trend können wir hier ebenfalls nicht erkennen, weil dieses Jahr zum Zeitpunkt der Erhebung teilweise noch sommerliche Temperaturen herrschten», sagte Tim Reukauf, Landesvorsitzender des tlv. Die herbstliche Krankheitswelle sei in diesem Jahr deutlich später gekommen. «Alles in allem sind wir uns sicher: An den immer noch viel zu hohen Zahlen wird sich erst dann etwas ändern, wenn die Politik das Personalproblem in den Schulen wirksam angeht», so Reukauf.

Thüringen leidet seit Jahren unter massivem Lehrermangel. Um diesem entgegenzuwirken, führte die Landesregierung die Verbeamtung von Lehrern wieder ein, startete Image- und Lehrergewinnungskampagnen und änderte die Einstellungspraxis. Auch zunehmend Seiteneinsteiger finden Jobs als Lehrerinnen und Lehrer im Freistaat.

Ausfall an Regelschulen hoch

Aktuell erlebe man in Thüringen eine Krankheitswelle, «die sich natürlich auch temporär und regional zugespitzt auf die Unterrichtsabsicherung auswirkt», sagte der Sprecher des Bildungsministeriums.

Den Daten nach sind in der Erhebungswoche von den rund 337 223 vorgesehenen Unterrichtsstunden rund 29 114 Stunden ausgefallen. Teils wurden die Stunden mit anderen, nicht vorgesehenen Unterrichtsstunden kompensiert, teils machten die Schülerinnen und Schüler Stillarbeit. Ersatzlos fielen 19 443 Stunden aus.

Während an Regelschulen 11,7 Prozent der Stunden ausfielen, waren es an Grundschulen nur 6,9 Prozent der Stunden und an Gymnasien 7,9 Prozent.

© dpa
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