Kasse: Maßnahmen für Hitzeschutz im Gesundheitswesen nötig

Ärzte bekommen es regelmäßig mit den Gesundheitsfolgen großer Hitze zu tun. Auch medizinische Einrichtungen wie Krankenhäuser und Praxen selbst müssen für extreme Hitzeperioden fit gemacht werden.
Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel und spiegelt sich im Glas des JenTower. © Martin Schutt/dpa/Archivbild

Vertreter von Ärzten und Krankenkassen fordern zielgerichtete und koordinierte Aktionen in Thüringen beim Schutz vor Gesundheitsschäden infolge von Hitze. Das betreffe auch Vorhaben zum Klimaschutz im Gesundheitswesen selbst, sagte die Landesgeschäftsführerin der Barmer, Birgit Dziuk, der Deutschen Presse-Agentur. Die Sensibilisierung für das Thema Klimaschutz und Klimaanpassung habe innerhalb des Gesundheitssektors gerade erst begonnen. Die Präsidentin der Landesärztekammer, Ellen Lundershausen, plädierte für eine zentrale Anlaufstelle zur Bündelung von Hitzeschutz-Vorhaben im Gesundheitswesen.

«Aus unserer Sicht gehört eine solche Plattform ins Gesundheitsministerium», sagte sie. Es gebe in Thüringen zwar bereits einzelne Initiativen im Gesundheitswesen zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Doch sei das Thema umfassender und betreffe nicht zuletzt städtebauliche Maßnahmen. «Von öffentlichen Trinkbrunnen allein geht ja die Hitze nicht weg.»

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) hatte vor wenigen Tagen einen Gesetzentwurf vorgestellt: Danach sollen Kommunen künftig Trinkwasserbrunnen beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen aufstellen - sofern dies technisch möglich ist und dem Bedarf vor Ort entspricht.

Auch Kliniken müssten baulich besser für extreme Hitzeperioden fit gemacht werden, sagte Lundershausen. Dazu gehörten etwa Dämmung von Gebäuden, Beschattung, mehr Grün und Bäume im Außengelände, und auch Solaranlagen. «Das kostet natürlich Geld.»

Die Landesregierung hatte kürzlich angekündigte, bis 2025 einen Hitzeaktionsplan aufstellen zu wollen, die Barmer-Landesgeschäftsführerin Dziuk bewertete dies positiv. Es müsse sich aber noch mehr tun.

© dpa
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