Hunderte Todesfälle jährlich durch Diabetes in Thüringen

Bratwurst, Rouladen, Klöße, Kirmeskuchen - dass in Thüringen besonders viele Diabetiker leben, hat auch mit manchen Essgewohnheiten zu tun. Am Montag ist Weltdiabetestag.
Ein Stethoskop hängt um den Hals eines Arztes. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

In Thüringen sterben jährlich Hunderte Menschen an Diabetes. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes hat sich die Zahl der Todesfälle, bei der Diabetes mellitus als Todesursache angegeben wurde, von 2011 bis 2020 zwischen rund 1000 und 1200 pro Jahr bewegt. Das waren gut drei Prozent der jährlichen Todesfälle insgesamt. Nach Angaben von Krankenkassen gehört Thüringen zu den Bundesländern mit den meisten an Diabetes erkrankten Menschen.

Bei der Stoffwechselerkrankung ist der Blutzuckerspiegel wegen eines Mangels am Hormon Insulin erhöht. Unzureichend behandelter Diabetes kann etwa zu Herzinfarkt, Schlaganfällen oder Nieren- und Augenschädigungen führen.

Allein bei der AOK plus als größte gesetzliche Krankenkasse in Thüringen waren im vergangenen Jahr rund 138.000 Versicherte an einer der beiden Diabetes-Typen erkrankt. Besonders häufig ist Diabetes Typ II - hier sind neben dem Lebensalter vor allem falsche Ernährung, Bewegungsmangel und Übergewicht für den Insulinmangel verantwortlich. Hingegen ist Diabetes Typ I eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse wegen einer Fehlsteuerung des Immunsystems kein Insulin produzieren kann.

Nach Angaben des Ersatzkassenverbandes betrifft Diabetes im Schnitt 15 Prozent der Menschen in Thüringen. Hier liege der Freistaat im vorderen Drittel der Bundesländer, ebenso bei diabetesbedingten Krankenhauseinweisungen. Laut amtlicher Statistik wurden im Vor-Pandemie-Jahr 2019 fast 7000 Menschen wegen Diabetes stationär behandelt. 2020 sank diese Zahl auf rund 5300, wobei allerdings die Krankenhäuser in der Corona-Pandemie viele planbare Behandlungen aufgeschoben hatten oder Patienten sich wegen Corona vor einem Klinikaufenthalt scheuten.

Am Welt-Diabetestag, der jährlich am 14. November begangen wird, werben Kassen und Krankenkassen für mehr Vorsorge.

© dpa
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