Aue siegt mit Müller-Faktor: Zwickau zu harmlos

An seiner Beförderung zum Cheftrainer dürfte kein Weg mehr vorbeiführen. Carsten Müller gewinnt auch sein drittes Spiel als Aue-Trainer, der Sportchef sieht ihn als Option.
Aues Fans halten Schals hoch. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Müller siegt weiter und lenkt ab

Carsten Müller bleibt ungeschlagen. Der Interimstrainer des FC Erzgebirge Aue feierte mit dem 3:1 beim VfB Oldenburg seinen dritten Sieg im dritten Spiel. Da der 50-Jährige zwei der Erfolge in der 3. Fußball-Liga landete, kletterte seine Mannschaft am Samstagnachmittag erstmals seit Wochen aus der Abstiegszone. Der FCE funktioniert wieder - und es legt den Schluss nahe, dass das viel mit Müller zu tun hat. Mit Blick auf die eigene Zukunft bleibt der Coach allerdings wenig auskunftsfreudig. «Die BSG ist wichtig, nichts anderes», sagte Müller bei «MagentaSport».

Bei der BSG, dem einst als Betriebssportgemeinschaft gegründeten FCE, wird man die Entwicklung mit Genuss verfolgen und der neue Sportchef Matthias Heidrich bestätigte gegenüber dem MDR schon einmal: «Carsten Müller ist eine Option, auch länger den Job machen zu können. Ich hoffe, er hat Lust. Er trifft den Nerv der Jungs.» Er bereite die Spieler sehr detailliert und akribisch auf die Gegner vor und ihm und dem Team gebühre großes Lob.

In Oldenburg trat der FCE gefestigt auf, ließ sich auch durch den zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein Eigentor von Ulrich Taffertshofer nicht aus der Ruhe bringen. Tom Baumgart, Lenn Jastremski und Tim Danhof schossen Aue zum verdienten Erfolg.

Zwickau zieht's nach unten

Ideenlos und harmlos: Durch die sechste Niederlage im elften Spiel rutschte der FSV Zwickau mal wieder in den Abstiegskampf der Liga. Rein vom Ergebnis her klingt das 0:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden nach einem Ergebnis, das passieren kann. Doch es täuscht über die Realität hinweg, dass sich das Team von Trainer Joe Enochs über 90 Minuten keine wirkliche große Torchance erarbeitete. 

«Wiesbaden steht oben und man hat über das ganze Spiel nicht so einen Unterschied gesehen. Sollen wir uns jetzt verstecken und ins Schneckenhäuschen kriechen? Nein, wir gehen wieder mit breiter Brust raus», sagte Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben bei «MagentaSport». Die Führung für Wiesbaden, die letztlich Stürmer Ivan Prtajin nach einer Ecke besorgte, war jedoch allein über weite Strecken der ersten Halbzeit nur eine Frage der Zeit. Mehr mussten die Gäste nicht machen, weil der Zwickauer Offensive - mit sieben Toren in elf Spielen die schlechteste der Liga - mal wieder die Durchschlagskraft fehlte.

Halle mit Druck im Keller-Duell

Für den Halleschen FC steht nach nicht mal einem Drittel der Saison bereits ein erstes kleines Endspiel an. Der Vorletzte aus der Saalestadt empfängt am Montag (19 Uhr/MagentaSport) das Schlusslicht Borussia Dortmund II. Gelingt dem seit drei Spielen sieglosen Team erneut kein Sieg, dürften für Trainer André Meyer unruhige Zeiten anbrechen. Noch gibt sich der 38-Jährige optimistisch. «Wir fühlen uns in einer guten Verfassung», sagte Meyer. Man habe einen hohen Aufwand, aber wenig Ertrag. Das sollte sich bestenfalls schon gegen den BVB II ändern.

© dpa
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