Wie Thüringens Kirchen Energie sparen wollen

Mollig warm wird es im Winter bei Gottesdiensten in großen Kirchen ohnehin selten. In diesem Jahr wollen die Kirchen besonders aufs Energiesparen achten. Doch das hat Grenzen.
Eine Frau sitzt mit einer Decke in der Christuskirche. © Christoph Schmidt/dpa/Produktion

Das Gas ist knapp, Heizen teuer: Die evangelische und die katholische Kirche haben auch in Thüringen zum Energiesparen aufgerufen. «Auf uns alle kommen steigende Energiepreise zu, gleichzeitig erleben wir eine verschärfte Klimakrise - jetzt heißt es: Energie sparen», steht in einem Aufruf der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der bereits im Oktober veröffentlicht wurde. Man habe vollstes Vertrauen in die Kirchgemeinden «und darin, wie sie praktische und kreative Lösungen finden, damit nicht nur Energie gespart wird, sondern sich die Menschen weiterhin wohl fühlen», erklärte eine Sprecherin der EKM.

Auch die Katholische Kirche rät zur Sparsamkeit und hat Handlungsempfehlungen herausgegeben. Darin heißt es: «Reduzieren Sie die Temperaturen im Kirchenraum soweit wie möglich. Idealerweise verzichten Sie vollständig auf eine Temperierung.» Allerdings soll die relative Luftfeuchte unter 70 Prozent bleiben, damit der Raum, die Ausstattung und die Orgel keinen Schaden nehmen. Letztlich müsse aber jede Kirchgemeinde vor Ort entscheiden, welche Empfehlungen angewandt werden und welche nicht, erläuterte ein Sprecher des Bistums Erfurt.

Temperaturempfehlungen gibt es auch von der evangelischen Kirche. Als Nutzungstemperatur wird in der Handreichung zum Energiesparen eine Spanne von 12 bis 18 Grad angegeben. Bei normalen Gottesdiensten sollen 12 Grad ausreichen, bei Konzerten werden maximal 18 Grad empfohlen.

Ist also Bibbern und Frieren auch beim Weihnachtsgottesdienst angesagt? Nicht unbedingt. Es gebe Kirchgemeinden, die heizbare Sitzkissen oder Decken angeschafft hätten, «um die Menschen während der Gottesdienste warm zu halten», wie eine Sprecherin erklärte. Viele Kirchenmitglieder stünden hinter den Stromsparbemühungen. Der Sprecher der Katholischen Kirche wies zudem darauf hin, dass die Menschen es gewohnt seien, dass «Kirchen im Bistum Erfurt, wenn sie überhaupt beheizt werden, keine Wohnzimmertemperaturen haben».

© dpa
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