Krankenhausgesellschaft rechnet mit schwierigen Monaten

Die wirtschaftlich schwierige Situation der Krankenhäuser in Thüringen wird sich nach Einschätzung der Landeskrankenhausgesellschaft in den kommenden Monaten noch weiter verschärfen. Zwar seien einige Klinken wegen länger laufender Verträge in diesem Jahr «noch halbwegs zurechtkommen», sagte die Vorstandsvorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringens, Gundula Werner, am Donnerstag bei einer Forumsveranstaltung laut Redemanuskript. «Spätestens im nächsten Jahr dürften dann aber alle Krankenhäuser ernsthafte wirtschaftliche Schwierigkeiten bekommen.»
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift «Krankenhaus» weist den Weg zur Klinik. © Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Diese absehbare Entwicklung habe nicht ausschließlich mit den zuletzt massiv gestiegenen Energiekosten zu tun, die laut Werner lediglich als Katalysator für Preisentwicklungen anderer Kosten wirkten.

Die Vertreter der Thüringer Krankenhäuser warnen seit Monaten, ihnen drohten riesige Haushaltslöcher, sollte der Staat sie nicht mit zusätzlichem Geld unterstützen. Als Gründe wurden nicht nur höhere Heizkosten genannt, sondern auch beispielsweise die gestiegenen Lebensmittelpreise. In weiten Teilen der Kliniken sei es nicht ohne weiteres möglich, etwa die Heizungen einfach herunter zu drehen.

Unzufrieden zeigte sich Werner auch mit einem vom Bund in Aussicht gestellten Hilfsprogramm für die Krankenhäuser, das den Kliniken sechs Milliarden Euro Unterstützung zur Abfederung von Kostensteigerungen bringen soll, die mit den gestiegenen Energiepreisen zusammenhängen. Diese Summe ist ihrer Meinung nach deutlich zu niedrig bemessen.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte in einer Videobotschaft beim Krankenhausforum, einerseits sei es gut, dass der Bund inzwischen ein Hilfsprogramm für die Kliniken angekündigt habe. Anders als viele andere Unternehmen könnten Krankenhäuser die Preissteigerungen nicht einfach so weitergeben. Andererseits wolle sie beim Bund auf mehr Geschwindigkeit bei der Auszahlung der Hilfsgelder drängen.

© dpa
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