Thüringer Viertklässler schneiden schlechter ab

In einer Studie wird bundesweit das Können der Viertklässlerinnen und Viertklässler untersucht - in Lesen, Zuhören, Rechtschreibung und Mathe. Der Trend geht bundesweit nach unten, auch in Thüringen ist die Entwicklung negativ.
Schulranzen stehen in einem Klassenraum auf dem Boden. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse in Thüringen haben laut einer Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zunehmend Probleme beim Lesen. Während beim Lesen im Jahr 2021 55,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Thüringen den Regelstandard erreichten, erreichte rund jeder Fünfte (19,5 Prozent) den Mindeststandard nicht.

Der Anteil der Viertklässlerinnen und Viertklässler, die den Mindeststandard verfehlen, hat sich zwischen den Jahren 2016 und 2021 signifikant erhöht. Auch der Anteil der Kinder, die optimal lesen können, hat sich hier im deutschlandweiten Vergleich laut Studie über die vergangenen zehn Jahre «signifikant stärker verringert».

Bei der Rechtschreibung sieht es noch schlechter aus. Nur 42,3 Prozent erreichen den Regelstandard, während 31,0 Prozent erhebliche Probleme damit haben, richtig zu schreiben, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Auch im Zuhören verfehlten mehr Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen 2021 die Mindeststandards. Lediglich in Mathematik sank das Niveau in Thüringen nicht ganz so stark wie in den anderen getesteten Bereichen. «Dennoch ergibt sich im zehnjährigen Untersuchungszeitraum seit dem Jahr 2011 ein signifikant negativer Trend.» Die Ergebnisse der Leistungsstudie haben sich damit insgesamt weiter verschlechtert.

Für den IQB-Bildungstrend wird der Stand bei Schülerinnen und Schülern im Abstand von fünf Jahren im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) repräsentativ untersucht. An fast 1500 Schulen in Deutschland wurden zwischen April und August 2021 etwa 27 000 Viertklässler getestet - in Lesen, Zuhören, Rechtschreibung und Mathematik. Im Juli waren die Zahlen für ganz Deutschland vorgestellt worden, nun folgte ein Ländervergleich.

Bundesweit habe sich die Leistungen durchweg - auch wenn es für einzelne Länder unterschiedlich starke Entwicklungen gibt - im Trend verschlechtert. Als Grund dafür wurde unter anderem die Corona-Pandemie mit Maßnahmen wie Schulschließungen, Wechselunterricht und Distanzlernen genannt.

© dpa
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