Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Quote unter fünf Prozent

Der Arbeitsmarkt hat sich in Thüringen bislang als robust erwiesen. Der Bedarf an Fachkräften ist weiterhin hoch. Der anhaltende Ukraine-Krieg birgt jedoch Risiken.
Das Logo der Agentur für Arbeit. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Trotz schwieriger Konjunkturlage bleibt der Thüringer Arbeitsmarkt auf Erholungskurs. Im Mai waren 53.500 Männer und Frauen ohne Job und damit 1700 weniger als im Monat zuvor, wie die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Halle mitteilte. Damit liege die Erwerbslosigkeit auch deutlich unter dem Wert von 2019. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,9 Prozent. Thüringen hat damit die niedrigste Quote unter den Ost-Ländern.

Der Arbeitsmarkt in Thüringen zeige sich trotz des Ukraine-Krieges in stabiler Verfassung, sagte der Chef der Regionaldirektion Markus Behrens. «Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, können aber wegen fehlender Rohstoffe, Vorprodukten aber auch Fachkräften oft nicht zeitnah abgearbeitet werden.» Sollte der Krieg in der Ukraine weiter eskalieren und es zu einem Stopp der Energielieferungen aus Russland kommen, dann könne sich auch das Bild am Arbeitsmarkt eintrüben.

Ein im Vergleich zum Vorjahr hoher Bestand an offenen Stellen und eine deutlich niedrigere Arbeitslosenzahl deuteten darauf hin, dass sich die Personalsuche in vielen Bereichen schwierig gestalte, sagte Behrens. Die Arbeitgeber meldeten im Mai den Angaben zufolge 4300 neue Stellen. Das waren 400 mehr als im Vormonat. Vor allem Zeitarbeitsfirmen und das verarbeitende Gewerbe suchten neue Mitarbeiter.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Thüringen hat sich im Mai weiter verringert. 21.100 Männer und Frauen waren länger als ein Jahr ohne Job und galten daher als langzeitarbeitslos. Das waren rund 600 weniger als im April 2022 und 4500 weniger als im Mai 2021. Auch die Zahl der Kurzarbeiter nahm mit etwa 100 Anzeigen für rund 2300 Beschäftigte erneut ab.

Der Verband der Wirtschaft Thüringens sieht vor allem im ländlichen Raum Schwierigkeiten, Arbeitsplätze zu besetzen. Hier müsse das Land stärker in den öffentlichen Nahverkehr investieren. Viele Firmen hofften zudem auf gut ausgebildete Ukrainer. Eine sehr hohe Einstellungsbereitschaft sieht auch die Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK) bei den Thüringer Unternehmen. Der DGB Hessen-Thüringen warnte angesichts der stark steigenden Inflation vor einer Verschärfung sozialer Ungleichheiten.

© dpa
Weitere News
Top News
Sport news
Triathlon auf Hawaii: Haug erschöpft, aber happy: Erneut Dritte beim Ironman
Tv & kino
Kino: Oscar-Preisträger Jared Leto wird Karl Lagerfeld spielen
Musik news
Broadway-Hit: Hip-Hop-Musical «Hamilton» feiert Premiere in Hamburg
People news
Justiz: Harry und Elton John reichen Klage gegen Zeitungsverlag ein
Das beste netz deutschlands
Featured: Gewässerschutz mit IoT: Smarte Boje überwacht Wasserqualität im Bodensee
Auto news
Stolperunfälle: E-Scooter können für Blinde zur Gefahr werden
Wohnen
Energiespartipp: Elektro-Durchlauferhitzer: Warmwassertemperatur drosseln
Das beste netz deutschlands
Point-and-Click: «Return to Monkey Island»: Comeback der Möchtegern-Piraten
Empfehlungen der Redaktion
Regional thüringen
Agentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit steigt: Ukraine-Flüchtlinge einbezogen
Regional sachsen anhalt
Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt weiter gesunken
Regional thüringen
Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit gesunken: Unsicherheit wegen Ukraine-Krieg
Regional thüringen
Arbeitsmarkt: Weniger Arbeitslose: Unsicherheiten wegen Ukraine-Krieg
Regional sachsen anhalt
Arbeitsmarkt: Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Krieg dämpft Erwartungen
Regional thüringen
Arbeit: Fachkräftebedarf dämpft Konjunkturfolgen auf Arbeitsmarkt
Regional thüringen
Arbeitsmarkt: Arbeitsmarkt robust und stark: Fachkräfte gesucht
Regional hamburg & schleswig holstein
Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen wegen Ukraine-Flüchtlinge gestiegen