Claudia Koch neue Landeselternsprecherin für Schulen

Elternvertretungen sind wichtige Partner für Schulen und Bildungspolitiker. Die Thüringer Landeselternvertretung hat sich nun personell neu aufgestellt.
Ein Stuhl steht in einem Klassenzimmer auf dem Tisch. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

Die Interessen der Eltern von Schulkindern in Thüringen werden künftig von einer neuen Landeselternsprecherin vertreten. Beim Landeselterntag in Friedrichroda wurde am Samstag die Ilmenauerin Claudia Koch zur gemeinsamen Sprecherin der ehrenamtlichen Elternvertretungen aller Schularten gewählt, wie ein Sprecher der Landeselternvertretung mitteilte. Die 53-jährige Koch, beruflich als Übersetzerin tätig, war bisher Stellvertreterin des langjährigen Landeselternsprechers Roul Rommeiß, der nach 14 Jahren Amtszeit nicht noch einmal antreten konnte. Seine Kinder sind inzwischen dem Schulalter entwachsen.

Koch, die zuletzt auch für die Öffentlichkeitsarbeit der Elternvertretungen zuständig war, wurde für eine zweijährige Amtszeit gewählt. Die einzelnen Schularten in Thüringen - Grundschulen, Regelschulen, Gesamtschulen, Gemeinschaftsschulen Förderschulen, Berufsschulen und Gymnasien - haben jeweils auch eigene Landessprecher.

Ein Thema des Landeselterntages waren erneut Preiserhöhungen beim Schulessen. Die Elternvertreter hatten kürzlich ein Einfrieren der Preise auf dem Stand von September gefordert, um zusätzliche finanzielle Belastungen für Familien zu vermeiden. Ansonsten drohe eine Spirale aus Abmeldungen von Kindern und weiteren Preiserhöhungen, sagte Koch. Das Land wiederum sehe sich nicht in der Lage, das Schulessen finanziell zu stützen. Für das Schulessen sind in Thüringen die Schulträger zuständig, zumeist also die Kommunen. Koch rät Eltern, in Frage kommende staatliche Hilfen zur Entlastung in Anspruch zu nehmen. Wer Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehe, könne Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalten. Dazu gehöre auch die Kostenübernahme beim Schulessen.

Im laufenden Schuljahr besuchen mehr als 251.000 Kinder und Jugendliche die insgesamt 967 allgemein- und berufsbildenden Schulen im Freistaat.

© dpa
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