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Deutlich weniger Jobs: Stagnation auf dem Arbeitsmarkt

Die Konjunkturabkühlung macht sich immer deutlicher auf dem Thüringer Arbeitsmarkt bemerkbar: Arbeitgeber melden weniger offene Stellen.
Agentur für Arbeit
Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Verhaltene Entwicklung auf Thüringens Arbeitsmarkt: Die Zahl der Menschen ohne Job ist im November nur leicht um 200 auf 64 100 Arbeitslose gesunken, wie die Regionaldirektion der Bundesarbeitsagentur am Donnerstag mitteilte. Im November 2022 gab es im Freistaat dagegen mit 59.300 fast 5000 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote betrug jetzt 5,8 Prozent nach 5,9 Prozent im Oktober.

Ein Grund für die fehlende Dynamik seien weniger Stellenangebote. «Seit Jahresbeginn liegen die Stellenmeldungen insgesamt fast ein Fünftel unter dem Wert vom Jahr 2022», sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Im Ländervergleich lag die Arbeitslosenquote in Thüringen gleichauf mit Brandenburg. Alle anderen ostdeutschen Bundesländer hatten höhere Quoten.

Prognose - leicht steigende Arbeitslosenzahl

Behrens sagte: «In den nächsten Monaten erwarten wir keinen Einbruch am Arbeitsmarkt, wenngleich die Arbeitslosigkeit zum Jahresende und zu Beginn des neuen Jahres jahreszeitlich bedingt steigen wird.»

Bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern waren laut Regionaldirektion 5900 Arbeitslose aus der Ukraine registriert - 400 weniger als im Oktober.

Die Konjunkturabkühlung zeigte Wirkung vor allem bei Menschen, die es schwer haben, einen Job zu finden. Im Oktober waren etwa 22.200 Frauen und Männer länger als ein Jahr ohne Arbeit und - sie galten damit als langzeitarbeitslos. Das waren rund 200 mehr als im Oktober, aber 2400 mehr als im November 2022. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen stieg um zwei Punkte auf 35 Prozent.

Unternehmen stellen weniger ein

«Das fehlende Fundament für den Aufschwung lässt die Unternehmen bei Neueinstellungen zögern. Dazu kommt, dass sich die Auftragslage abschwächt», sagte Behrens.

Der Geschäftsführer der Regionaldirektion verwies darauf, das die Zahl arbeitsloser Männer gestiegen ist - auch aus saisonalen Gründen, weil Berufe im Freien betroffen sind. Für Jüngere, Ausländer und Frauen habe sich ein Rückgang der Arbeitslosigkeit vollzogen.

Insgesamt meldeten sich rund 4700 Menschen im November in Thüringen arbeitslos, anteilig die meisten aus Industrie und Bauwirtschaft, wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie der Zeitarbeit. 3600 arbeitslose Frauen und Männer fanden eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt.

© dpa
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